Start-ups auf der Dmexco
Nicht nur die Löwen geben Geld

Der Weg zur eigenen Firma in der Digitalbranche ist nicht leicht. Start-ups gibt es wie Sand am Meer. Auf der Dmexco, der Leitmesse für digitales Marketing, haben 100 Gründer die Chance, von den Big Playern zu lernen.
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KölnSie sind smart. Sie sind intelligent. Doch der Weg zum eigenen Unternehmen ist für Gründer meist kein leichter. Erst recht nicht, wenn man sich mit seinem Geschäftsmodell in der Welt der digitalen Werbewirtschaft behaupten muss. Eine Branche, in der es von jungen dynamischen Unternehmen, die in den Markt drängen, nur so wimmelt und die Gefahr groß ist, von den Marketing-Entscheidern der großen Konzerne und potenziellen Investoren übersehen zu werden. Alle wollen Erfolg haben - nur wie?

Die Kölner Digitalmesse Dmexco, mittlerweile eines der wichtigsten Marketing-Events der Welt, hat es sich daher seit 2014 auf die Fahnen geschrieben, dem unternehmerischen Nachwuchs, der große Pläne hat, eine eigene Plattform zu geben. Diese wurde in diesem Jahr nicht nur extrem vergrößert, sondern ist auch komplett ausverkauft. So bringt der zuständige Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) – Inhaber der Marke Dmexco und Träger der globalen Konferenz – 100 vielversprechende Start-ups mit Top-Entscheidern der internationalen Marketing- und Tech-Branche im sogenannten Start-up-Village zusammen. Das sind rund viermal so viele Jungunternehmer als vor einem Jahr.

„Auf dem Weg zum erfolgreichen Gründer liegen einige Herausforderungen – Bürokratie, Förderprogramme und die Suche nach geeigneten Investoren oder die Akquise des ersten Kunden und Gewinnung von Mitarbeitern“, erklärt Frederike Voss, Start-up-Expertin im Verband und selbst erfolgreiche Gründerin beim Adtech-Start-up Orbyd. „Gerade in Deutschland tut sich eine ganze Menge”, ergänzt Marco Junk, BVDW-Geschäftsführer.

„Während wir 2013 pro Einwohner acht Euro in Start-ups investiert haben, waren es zwei Jahre später schon 38 Euro.” Damit festigt Deutschland, ist Junk überzeugt, seine Position als Start-up-Standort und behauptet sich zumindest innerhalb Europas bereits sehr gut.

Auch die Jungunternehmer müssen sich behaupten, um einen der begehrten Plätze auf der Messe zu ergattern. „Hier spielen sehr viele Kriterien eine Rolle”, erklärt Frederike Voss. „So wird unter anderem die Marktrelevanz der Innovation bewertet – also inwiefern die Idee das Potenzial besitzt, der Branche einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten. Darüber hinaus sollte das Geschäftsmodell eine gewisse Einzigartigkeit haben – und das ist auf einer solch vielfältigen Messe wie der Dmexco gar nicht so leicht.”

Wer es es ins Village schafft, dem winken viele Vorteile. Beispielsweise liegt der Ausstellerpreis für die Gründer je nach Paket zwischen 1490 und 1990 Euro. Big Player zahlen nicht selten hohe fünfstellige Summen für einen Platz auf der Dmexco.

Kommentare zu " Start-ups auf der Dmexco: Nicht nur die Löwen geben Geld"

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  • Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
    Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
    Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Ralph S.05.09.2016, 11:33 Uhr
    Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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