Studie des Zentralverbands Gewerblicher Verbundgruppen
Kooperationen schützen eher vor der Pleite

Über die Einführung eines „Verbundgruppenbonus“ beim Bankenrating wird inzwischen auch auf europäischer Ebene diskutiert.

HB BERLIN. Grundlage dieser Initiative ist die von der Universität Münster im Auftrag des Berliner ZGV (Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen) durchgeführte Studie „Verbundgruppenmitgliedschaft und Risiko“. Mit Hilfe dieser Untersuchung konnte laut ZGV erstmals bewiesen werden, dass kooperierende Unternehmen – also Mittelständler, die sich einem Einkaufsverbund angeschlossen haben – signifikant seltener in die Insolvenz schlittern als nicht kooperierende Unternehmen.

Auf Anregung des ZGV beschäftigt sich jetzt auch die UGAL – Union der Verbundgruppen selbstständiger Einzelhändler Europas – mit dem Thema. Die 1963 gegründete UGAL ist der europäische Dachverband der bedeutendsten Verbundgruppen selbstständiger Einzelhändler. Sie vertritt 35 Kooperationen mit 350 000 Einzelhändlern.

Bisher ist es zwar noch nicht gelungen, die UGAL-Position in die Stellungnahme und die ergänzenden Kommentierungen der EU- Kommission einzuarbeiten, da sie noch dabei ist, die mehr als 460 Textseiten zu prüfen, doch ist es aus Sicht des Berliner ZGV sinnvoll, die Einbeziehung voranzutreiben. Im Falle eines Erfolges würde die Attraktivität der europäischen Verbundgruppen für mittelständische Unternehmen deutlich steigen.

Zwar kann die Bankenaufsicht keiner Bank vorschreiben, die Verbundzugehörigkeit eines Unternehmens zu bonifizieren. Doch müsste es aus Sicht des ZGV möglich sein, allein durch eine Erwähnung der Verbundgruppenzugehörigkeit die Bankenorganisation für das Thema zu sensibilisieren – ebenso wie die Privilegierung eines Unternehmens auf Grund seiner Zuordnung zur Kategorie „Mittelstand“ erfolgt.

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