Trend setzt sich fort
Konjunktur hilft Unternehmen gegen Pleitegeier

Die Konjunktur in Deutschland sorgt weiter für Positiv-Schlagzeilen. Auch im Februar hat sich der Trend fortgesetzt und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich erneut verringert. Weniger rosig sah es dagegen bei dei den Privatinsolvenzen aus.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,1 Prozent auf 2 340 zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Schlecht ist die Lage dagegen in vielen Privathaushalten: Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Februar mit 8 207 Fällen um 22,2 Prozent höher als Vorjahresmonat. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hatte im Februar ermittelt, dass jeder zehnte Erwachsene eigentlich pleite ist: 7,2 Mill. Bundesbürger können demnach ihre Schulden nicht mehr bezahlen.

Im Januar und Februar wurden 4 756 Insolvenzen von Unternehmen (minus elf Prozent) und 17 168 von Verbrauchern (plus 24,9 Prozent) verzeichnet. Insgesamt registrierten die Gerichte in diesem Zeitraum 27 200 Insolvenzen, knapp 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen an die Schuldner beliefen sich im Januar und Februar auf 6,1 Mrd. Euro, eine Milliarde mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Obwohl die Unternehmenspleiten nur knapp ein Fünftel aller Insolvenzen ausmachten, entfielen auf sie rund zwei Drittel der Forderungen.

Dank des Konjunkturaufschwungs war die Zahl der Firmenpleiten im vergangenen Jahr auf 30 462 und damit auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 gesunken. Der Höchststand datiert aus dem Jahr 2003, als das Statistische Bundesamt 39 320 Insolvenzen zählte. Seit dem Jahr 2004 sinkt die Zahl.

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