Union gegen Abschaffung des Meisterbriefs
Handwerksnovelle an Vermittlungsauschuss übergeben

Die Bundesregierung will mit der Novelle der Handwerksordnung in zwei Dritteln aller Handwerksberufe den Meisterbrief abschaffen. Die Union, auf deren Zustimmung Rot-Grün im Bundesrat angewiesen ist, lehnt die Liberalisierung jedoch ab. Jetzt ist der Vermittlungsausschuss gefragt.

HB BERLIN. „Wir sind der Meinung, dass die Abschaffung des Meisterbriefes der falsche Weg ist“, sagte Bayerns Bundesratsminister Erwin Huber (CSU) am Freitag im Bundesrat. Der Meisterbrief müsse weiter Grundlage für die Existenzgründung und Ausbildung von Lehrlingen im Handwerk bleiben, sagte Huber. Dies stelle die Qualität der Ausbildung und des Handwerksberufs sicher.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) sagte im Bundesrat, die Bundesregierung sei zu Kompromissen bereit. „Aber auch Sie werden sich bewegen müssen“, fügte er an die Union gewandt hinzu. Das Handwerksrecht müsse reformiert werden, um der Branche wieder Aufschwung zu geben. Die Zahl der Handwerksunternehmen und Meisterprüfungen sei in den vergangenen Jahren rapide zurück gegangen.“Wichtig ist, dass sich Gesellen selbstständig machen können, wenn sie lange im Beruf waren.“ Die derzeitigen hohen Hürden seien inakzeptabel.

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