US-Konzern übernimmt ING-Anteil an der Heller Bank
General Electric baut Angebot für Mittelstand aus

Der Finanzdienstleister des US-Mischkonzerns General Electric (GE) erwirbt vom niederländischen Finanzkonzern ING dessen 50-Prozent-Anteil an der Heller Bank und schluckt das Mainzer Geldinstitut damit komplett. Durch den Vollerwerb schafft GE jedoch gleichzeitig eine internationale Serviceplattform für Finanzdienstleistungen und erweitert sein Angebot für den Mittelstand.

MAINZ/LONDON. Zum Kaufpreis für den 50-Prozent- Anteil der ING Bank machten GE Commercial Finance und die Heller Bank keine Angaben. Der US-Mischkonzern hält seit 2001 bereits die Hälfte der Heller Anteile mit einem jährlichen Factoringumsatz von zuletzt 9,9 Mrd.

Im Zuge der Transaktion übernimmt ING in Belgien und Holland den 50-prozentigen Anteil von GE Commercial Finance am lokalen Factoring-Geschäft von Heller. Beim Factoring verkauft eine Firma gegen einen Abschlag ihre Forderungen gegenüber Kunden an die darauf spezialisierte Bank. Das ist besondere für kleine und mittlere Unternehmen eine Alternative zur Bankfinanzierung.

"Durch den Vollerwerb schafftGE eine internationale Serviceplattform für Finanzdienstleistungen, die neben Deutschland auch Märkte wie Großbritannien, Italien und Frankreich umfasst“, hieß es. Die Heller Bank beschäftigt 140 Mitarbeiter und ist mit einem Marktanteil von 22 % Nummer eins in ihrem Segment. 2004 weitete die Bank den Angaben zufolge ihr Geschäftsvolumen um 36 % aus und lag damit deutlich über dem Branchenschnitt. Die Kunden des Instituts würden künftig von dem „AAA“-Rating der neuen Mutter profitieren, erklärte Heller- Chef Joachim Secker.

GE Commercial Finance beschäftigt allein in Europa mehr 5 000 Mitarbeiter und verfügt über Aktiva von gut 51 Mrd. $. Neben dem Factoring ist GE in den Bereiche Immobilienfinanzierung, Leasing und Fahrzeugflottenmanagement tätig.

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