Verantwortliche Funktionäre überstehen Vertrauensfrage
Organisationen des Handwerks schultern Internet-Pleite allein

Die deutschen Handwerksbetriebe sollen nicht für den Schiffbruch des Internetportals www.handwerk.de bluten müssen. Darauf hat sich die Vollversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) am Mittwoch in berlin verständigt. Die finanziellen Belastungen aus der Insolvenz von maximal 8,7 Mill. € würden von den Organisationen des Handwerks getragen, kündigte ZDH-Präsident Dieter Philipp an.

HB BERLIN. Finanziert werde die zusätzliche Belastung durch die Beitragszahlungen der Kammern und Fachverbände an den ZDH sowie durch langfristige Kreditaufnahme.

Schon im Vorfeld hatte es heftige Kritik an der Spitze des ZDH gegeben. „Nach heutigem Wissensstand müssen Präsident Dieter Philipp und Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer die politische Verantwortung übernehmen“, zitierte die „Sächsische Zeitung“ den Präsidenten der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich. Er kündigte an, er werde im Namen von sieben mitteldeutschen Kammern der Führung den Rücktritt nahe legen.

Philipp sagte, er und Schleyer hätten zu Beginn des ganztägigen Treffens die Vertrauensfrage gestellt, die eindeutig positiv beantwortet worden sei. Es sei eine sehr schwierige Sitzung gewesen, räumte der ZDH-Präsident ein. Am Ende sehe sich die Spitze der Dachorganisation aber auch personell bestätigt. Der ZDH gehe geschlossen aus der Vollversammlung hervor.

Nach millionenschweren Außenständen hatte die Betreibergesellschaft von www.handwerk.de Ende Januar Insolvenz beantragt. Das Internet-Portal war im Jahr 2000 gegründet worden und sollte den mittelständischen Handwerksbetrieben beim Online-Auftritt helfen. Gemeinsamer Einkauf sollte die Kosten senken. Das Projekt galt jedoch von Anfang an als umstritten.

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