Verdienst geringer als in Deutschland
Österreichs Manager können finanziell nicht mithalten

Österreichs Wirtschaft floriert, daher steigen die Vergütungen der Manager. Allerdings: Die Führungskräfte blicken noch immer neidisch auf ihre deutschen Kollegen.

bfai KÖLN. Im Durchschnitt verdienen österreichische Manager brutto auf allen Ebenen weniger als ihre deutschen Kollegen. Sie liegen im europäischen Vergleich aber im Vorderfeld. Für Geschäftsführer und angestellte Bereichsleiter wird für 2006 ein Ansteigen der Gehälter um über 3% prognostiziert, nachdem sie 2004 und 2005 jeweils rd. 2% mehr verdienten.

Bruno Gangel, Berater bei der Gesellschaft Teamforce Human Resources, rechnet damit, dass sich 2007 die Gehaltsschraube erneut nach oben dreht. Neben den anhaltend günstigen Konjunkturaussichten können Manager mit einem geringeren Kündigungsrisiko in die Gehaltsverhandlungen gehen. In den vergangenen Jahren führte der Personalabbau auch an vielen Leitungspositionen nicht vorbei. Die verbliebenen Manager fahren nun die Ernte für steigende Umsätze und Gewinne ein.

Die Gehälter weichen in verschiedenen Branchen stark voneinander ab. Mit 160 000 bis 210 000 Euro Jahresvergütung kann der Vorstandsvorsitzende eines Pharma-, IT-, Chemie-, oder Telekommunikationsunternehmens rechnen. Überdurchschnittlich fallen hier auch die Entgelte in unteren Positionen im Vergleich zu anderen Branchen aus. Darunter schiebt sich das Gehaltsgefüge im Maschinen- und Anlagenbau, der im Ausland starke Erfolge erzielt, in höhere Regionen. Die sonstigen Investitionsgüterbereiche (Metall-, Elektronik-, Kfz-Industrie) bewegen sich weiterhin im Mittelfeld und zahlen einem Vorstandvorsitzenden 130 000 bis 150 000 Euro.

Weniger dynamische Branchen wie der Nahrungsmittelsektor, die Holz-, Papier-, Bauindustrie oder Hersteller von Textilien und Bekleidung vergüten einen Vorstandsvorsitzenden mit 110 000 bis 125 000 Euro. Die unteren Führungsschichten verdienen im Branchenvergleich ebenso unterdurchschnittlich.

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