Verzerrte Daten
Mehr Firmenpleiten, aber keine Trendwende

Die Zahl der Firmenpleiten hat sich im Januar erstmals seit drei Jahren erhöht. Das Statistische Bundesamt begründete den Anstieg allerdings mit verzerrten Daten und sieht keine Trendwende.

HB BERLIN. „Wir gehen davon aus, dass es sich tendenziell weiter rückläufig entwickeln wird“, hieß es am Mittwoch beim Amt. Im Januar meldeten 2454 Unternehmen Insolvenz an, das waren 11,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Einen Anstieg hatte es zuletzt im Dezember 2004 gegeben. Seither ebbt die Welle der Firmenpleiten im Zuge des Aufschwungs beständig ab. Im vorigen Jahr meldeten sich rund 29 000 Unternehmen überschuldet oder zahlungsunfähig - ein Minus von 14,6 Prozent.

Die für Januar verzerrte Statistik beruht auf Nachmeldungen nordrhein-westfälischer Gerichte. In den meisten anderen Bundesländern gingen die Unternehmensinsolvenzen weiter zurück, wie es hieß. Tendenziell dürften sich nach Einschätzung der Statistiker auch die Verbraucherinsolvenzen abschwächen. Hier hatte es im Januar nur noch ein leichtes Plus von 0,5 Prozent auf gut 8800 gegeben.

Nach den kräftigen Anstiegen der vergangenen Jahre verzeichnen die Statistiker seit Mitte 2007 eine Beruhigung. Dies könnte unter anderem an der sinkenden Arbeitslosigkeit und steigenden Beschäftigung liegen.

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