Anlagen in Schwellenländern
Eine Wette auf Pekings Masterplan

Viele Anleger kehren Schwellenländern den Rücken, denn trotz des im Vergleich zu den Industrieländern dynamischen Wachstums bergen sie gewisse Risiken. Dabei bieten Investments in China oder Indien noch immer Chancen.

Vor zehn Jahren waren sie bei den Anlegern heiß begehrt: die Schwellenländer. Auf dem Weg vom Entwicklungs- zum Industriestaat erzielen sie hohe Wachstumsraten. Eine hohe Arbeitsproduktivität, ein niedriges Lohnniveau, schneller Ausbau der Infrastruktur und ein stark steigender Konsum zeichnen sie aus.

Investmenthäuser verschafften vor allem den BRIC-Ländern große Bekanntheit. Der Begriff steht für Brasilien, Russland, Indien und China. Experten sprachen ihren Aktienmärkten großes Potenzial zu. Die Erwartungen wurden zunächst erfüllt. So marschierte der S&P BRIC 40, der die 40 führenden börsennotierten Unternehmen der vier Länder umfasst, von 2005 bis 2007 sowie 2009 schnurstracks nach oben.

Doch die Euphorie ist verpufft. Der BRIC-Index hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Die Erkenntnis: Die globale Krise macht auch vor den Schwellenländern nicht halt. Investoren verabschiedeten sich in großem Stil aus den Emerging Markets. Nach Angaben von JP Morgan zogen Anleger 2015 allein aus Aktienfonds mit Schwerpunkt Schwellenländer rund 68 Milliarden Euro ab.

Die Wachstumsdynamik hat an Schwung verloren. Brasilien und Russland sind sogar in die Rezession gerutscht- nicht zuletzt wegen des Preisverfalls auf den Ölmärkten. Dennoch betrachten nicht wenige Experten das Ausmaß der Kurstalfahrt als ungerechtfertigt und überzogen. Sie sehen Chancen für risikobereite Anleger.

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