Weitergabe oder Verkauf des Unternehmens
70 000 Unternehmer in Deutschland suchen Nachfolger

Jedes Jahr suchen in Deutschland über 70 000 Unternehmen einen Nachfolger. Das Klischee des älteren Familienpatriarchen, der sein Lebenswerk feierlich an Sohn oder Tochter übergibt, ist dabei längst überholt. Bei 40 Prozent der anstehenden Nachfolgeregelungen im Mittelstand kommt der neue Inhaber nicht aus dem Familienkreis. Ein Verkauf an Mitarbeiter, an das Management oder Dritte ist immer häufiger die Alternative.

FRANKFURT. Die Weitergabe oder Verkauf des Unternehmens ist ein komplexes Thema, bei dem die handelnden Personen naturgemäß wenig Erfahrung mitbringen: Sein Unternehmen verkauft man nur einmal. Es empfiehlt sich also, rechtzeitig kompetente Partner mit ins Boot zu holen. Sie sollten einerseits Verständnis für die persönlichen Belange und Motive des Unternehmers mitbringen, andererseits aber auch mit den Prozessen einer Unternehmensübergabe und allen damit verbundenen Auswirkungen, vor allem natürlich den finanziellen, bestens vertraut sein. Die Firmenübergabe will bestens vorbereitet sein. Eine Beratung mit der Bank, die das Know-how unter anderem von Financial Engineering, Investmentbanking, Private Equity und Private Banking bündelt, ist zu empfehlen.

Die Vorbereitung mit den Expertenteams der jeweiligen Bank beginnt bestenfalls lange vor den ersten Gesprächen mit Kaufinteressenten. Dann können die Rahmenbedingungen geklärt und eine verlässliche Verhandlungsposition aufgebaut werden.

Welche Bedeutung dieses solide Fundament gerade beim Verkauf an Großunternehmen oder Konzerne besitzt, erkennen viele Unternehmer spätestens dann, wenn der Interessent bei den Verhandlungen begleitet wird von Heerscharen hoch qualifizierter Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer der renommiertesten Häuser. Hier helfen weder Rhetorik noch verkäuferisches Verhandlungsgeschick: Nur Zahlen zählen, wenn das Unternehmen im Rahmen der Due Diligence auf Herz und Nieren durchleuchtet wird.

Auch wenn der Glücksfall eines Nachfolgers innerhalb der Familie eintritt: Selbst bei geklärten Personalien bleiben viele Fragen der konkreten Abwicklung offen. Oft ist zum Beispiel unter Gesichtspunkten der Erbschafts- oder Schenkungssteuerfristen ein langer Atem bares Geld wert. Denn unstrukturierte Übergaben können dem Unternehmen viel Kapital entziehen, das dann für wichtige Zukunftsinvestitionen nicht zur Verfügung steht.

Zu den maßgeblichen Voraussetzungen einer reibungslosen Nachfolgeregelung innerhalb der Familie gehört zudem der faire Interessenausgleich zwischen allen Beteiligten. Zentrale Größen sind dabei unter anderem der objektiv zu ermittelnde Unternehmenswert, Vorsorge- und Absicherungsansprüche der Familienmitglieder sowie anstehende unternehmerische Projekte. Modellrechnungen zeigen die zu erwartende Steuerlast bei unterschiedlichen Vorgehensweisen wie Vererben, Verschenken oder Verkaufen.

Entscheidende Erfolgsfaktoren bei der Nachfolgeregelung sind also die kontinuierliche Auseinandersetzung des Unternehmers mit dieser Frage - zum Beispiel im Halbjahres-Rhythmus und unabhängig vom Lebensalter, denn auch im Alter von 45 oder 50 kann der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg gekommen sein - sowie die frühzeitige Einbindung kompetenter Partner. Wenn diese in der Lage sind, das gesamte Leistungsspektrum der Nachfolge-, Eigen- und Fremdkapitalberatung ebenso aus einer Hand anzubieten wie die Betreuung der privaten Vermögensseite, dann lässt sich die Nachfolgeregelung als neben der Firmengründung größte unternehmerische Herausforderung erfolgreich ohne größere Probleme meistern.

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