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Nachfolge: Nicht zögern, sondern anpacken

Wer sich als Unternehmer ziert, die eigene Nachfolge zu regeln, riskiert die Zukunft seines Lebenswerks. Zu viele Betriebe sind auf den Tod des Chefs nicht vorbereitet. Zu viele Betriebe sind an dem sich anschließenden Chaos schon zerbrochen. Und die Finanzkrise erhöht den Druck zusätzlich.

Genervte Eltern kennen das. Wieder einmal balgen sich die lieben Kleinen auf dem Spielplatz um eines dieser quietschroten Bobby-Cars. Die Zwei- bis Fünfjährigen schubsen, zetern und brüllen. Körperkraft und Lautstärke geben den Ausschlag, wer ans Lenkrad darf. Danach, immerhin, ist erst einmal wieder Ruhe.

Beim Hersteller der Rutscheflitzer, der BIG Spielwarenfabrik aus Fürth, war alles viel komplizierter. Klare Verhältnisse wie beim Nachwuchs gab es nicht. Lange, zu lange war nicht klar, wer bei BIG ans Steuer durfte - am Ende ist das Unternehmen fast daran zerbrochen.

Je länger Firmenlenker brauchen, die Kurve in den Ruhestand zu kriegen und die Nachfolge zu regeln, desto eingeschränkter sind im Fall der Fälle ihre Möglichkeiten - und die ihrer Erben. Die Übergabe zu verschleppen kostet Geld und Arbeitsplätze, sorgt für hastige Fehlentscheidungen, lässt Familien und Firmen auseinanderbrechen.

Umso wichtiger ist es, die Nachfolgeplanung frühzeitig und beherzt anzugehen, und das gerade jetzt. Denn die Alternativen werden unattraktiver, je länger die Finanzkrise grassiert. Zwar können Mittelständler ihr Unternehmen auch verkaufen statt zu vererben. Doch im Desaster an den Börsen und Weltmärkten sinken auch die möglichen Verkaufserlöse. Und die Banken tun sich zudem schwerer, Interessenten eine Übernahme zu finanzieren.

Dass es wichtig ist, zeitig die Übergabe zu planen, wissen Unternehmer sehr wohl - zumindest theoretisch. In einer Studie der Unternehmensberatung IMAP M&A-Consultants sagten 95 Prozent der Befragten, die Nachfolgefrage sei "für deutsche Unternehmen ein wichtiges Thema". Für "persönlich relevant" hielten es 87 Prozent.

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