Würth-Chef Robert Friedmann
„Wir wollen nicht von Google oder SAP abhängig werden“

PremiumSchrauben und Digitalisierung? Der schwäbische Mittelständler Würth hat sogar ein eigenes Rechenzentrum – samt Cloud. Im Interview erklärt Chef Robert Friedmann, warum er Hunderte Millionen in die IT investiert, das Unternehmen eine Konzerthalle in der Provinz baut und ein Verkäufer mehr verdienen darf als sein Chef.

Am Rande der schwäbischen Kleinstadt Künzelsau breitet sich der „Schrauben-Würth“ beharrlich weiter aus. Die Logistik- und Bürogebäude verschlingen immer mehr Ackerfläche, auch das alte Wohnhaus des Firmenpatriarchen Reinhold Würth haben sie umzingelt. Unternehmenschef Robert Friedmann empfängt in der modernen Zentrale zum Interview.

Herr Friedmann, ist Würth ein typischer Mittelständler?
Wir sind ein normales Familienunternehmen. Aber es gibt drei Punkte, die uns besonders machen. Wir sind ein Stiftungsunternehmen, Reinhold Würth als Spiritus Rector des Unternehmens begleitet die Entwicklung bis heute aktiv, und wir beschäftigen uns intensiv mit Kunst, Kultur und sozialem Engagement. Das hat auf den ersten Blick mit dem Geschäft...

 
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