ZDH-Präsident Dieter Philipp wird im September aus dem Amt scheiden
Handwerk sieht Anzeichen für Ende der Talfahrt

Das Handwerk sieht zwar erste konjunkturelle Hoffnungsschimmer, erwartet in diesem Jahr aber dennoch einen erneuten Rückgang bei Umsatz und Beschäftigung.

HB BERLIN. „Wir rechnen für dieses Jahr mit Umsatzeinbußen von ein bis zwei Prozent, die Beschäftigung wird zwischen zwei Prozent (100 000 Personen) und drei Prozent (150 000) abgebaut“, sagte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hanns-Eberhard Schleyer, am Dienstag in Berlin. Gegenüber dem Vorjahr mit einem Umsatzminus von 3,1 Prozent und einem Verlust von 261 000 Arbeitsplätze sei das aber eine deutliche Verbesserung. Die Talsohle im Handwerk scheine durchschritten.

Ob das Handwerk im nächsten Jahr aus den Minuszahlen komme, hänge wesentlich von der Politik der Bundesregierung ab. ZDH-Präsident Dieter Philipp wird nach Angaben Schleyers Worten mit der Vollversammlung im September aus dem Amt scheiden. Er selbst wolle aber weiter im Amt bleiben, sagte Schleyer. Basis der jüngsten ZDH-Prognose ist nach Angaben des Verbandes die von ihm als optimistische bezeichnete Erwartung, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr um 1,5 Prozent wächst. Mit 5,1 Mrd. Beschäftigten und einem Umsatz von knapp 470 Mrd. Euro ist das Handwerk eine zentrale Säule der deutschen Wirtschaft.

Für die vorhergesagte Entwicklung sieht Schleyer allerdings vielfältige Risiken. Sie reichten vom „Zick-Zack-Kurs“ in der Wirtschaftspolitik über die Euro-Entwicklung bis zu den hohen Öl- und Rohstoffpreisen. Auch die Osterweiterung der EU bedeute für das Handwerk wegen der sehr viel niedrigeren Arbeitskosten in Polen und der Tschechischen Republik einen erheblich gestiegenen Wettbewerbsdruck.

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