Teldafax: Spektakuläre Wende im Gerichtsprozess

Teldafax
Spektakuläre Wende im Gerichtsprozess

PremiumIm Mega-Prozess um die Teldafax-Affäre haben Gericht und die Staatsanwaltschaft den Angeklagten einen Vorschlag unterbreitet. Warum die drei Ex-Vorstände Bewährungsstrafen ablehnen.

Düsseldorf/KölnDie Indizienkette war lückenlos, die ersten Geständnisse schon unterschrieben und die Anklage der Staatsanwaltschaft Bonn hart. Bis zu fünf Jahre Haft forderten die Ermittler Anfang 2015 für die Verantwortlichen des Skandalunternehmens Teldafax. Im November 2015 machte das Gericht dann plötzlich einen Vorschlag wie aus einer anderen Welt: Die Verantwortlichen im spektakulärsten Bankrottfall der jüngeren Geschichte sollten sich nicht mehr wegen Bankrott verantworten müssen. Das Gericht regte an, die Anklage weitgehend fallen zu lassen, und stellte den Angeklagten Bewährungsstrafen in Aussicht.

„Wir waren über die Milde des Vorschlags überrascht“, sagt Strafverteidiger Norbert Gatzweiler. Er vertritt Klaus Bath. Und während...

 
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