Stabile Erträge jenseits des Zinsniveaus bei gleichzeitigem Schutz nach unten – das versprechen Dividendenstrategien. Wer langfristig nach ihnen investiert, kann ein Vermögen verzigfachen. Doch welche deutschen Aktiengesellschaften schütten aktuell die höchsten Erträge an ihre Anteilseigner aus? Die Top Ten der Dividendenzahler aus Dax und MDax.
Reiche Ernte in Form von guten Dividenden - das wird für Anleger immer wichtiger. Grafik: Handelsblatt
HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Das Rechenexempel dürfte verblüffen: Wer 1980 umgerechnet 5 000 Euro in BASF-Aktien investiert hätte, verfügte heute über ein Aktienpaket im Wert von rund 63 000 Euro und hätte zudem 15 800 Euro Dividenden verdient. Wer jedoch die Dividenden stets in neue Aktien investiert hätte, verfügte dank des Zinseszinseffektes nun über Aktien im Wert von 164 000 Euro. Angesichts dieser Bedeutung von Ausschüttungen für die langfristige Rendite der Aktienanlage verwundert es nicht, dass die Suche von unterbewerteten Aktien anhand ihrer Dividendenrendite unter Profis wie Privatanlegern immer populärer wird.
Doch aufhorchen sollten Aktionäre immer dann, wenn ihr Unternehmen Dividenden trotz rückläufiger Gewinne und Mittelzuflüsse konstant hoch hält oder gar erhöht. So schüttete die Deutsche Telekom am 4. Mai eine Dividende von 72 Cent aus, genauso viel wie im Vorjahr. Dabei sind sowohl der Jahresüberschuss als auch die Mittelzuflüsse rückläufig. Die Ausschüttungssumme macht mit knapp 3,2 Mrd. Euro fast den gesamten 2006er- Nettogewinn des Konzerns aus. „Das Geld fehlt für wichtige Investitionen; man kann nicht ausschließen, dass die Telekom bei weiter rückläufigen Cash-Flows demnächst die Dividende auch mal kürzen wird", kommentiert Björn Rosentreter, Analyst bei Independent Research in Frankfurt.
Zur Veranschaulichung zeigt Handelsblatt.com in den folgenden Charts die Top Ten der Dividendenausschütter aus Dax und MDax. Den Auftakt machen die zehn Dax-Werte, die die höchste Dividendenrendite an ihre Anlegerin ausschütten, in der Reihenfolge von Platz zehn bis Platz eins. Allerdings kann eine hohe Dividende allein kein Kaufkriterium für Privatanleger sein. Ob die Konzerne mit den aktuell höchsten Ausschüttungen z.B. auch von Experten für unterbewertet gehalten werden, lässt sich wohl am besten anhand der aktuellen Analystenstimmen einschätzen, die jeweils rechts neben dem Kurs-Chart verlinkt sind.
Hinweis der Redaktion:
Die Übersicht wird auf monatlicher Basis aktualisiert, aktueller Stand ist der 03. August 2007.
Mit einer Dividendenrendite von 3,13 Prozent für 2007 (bezogen auf den Aktienkurs von 153,64 Euro am 03.08.2007) liegt der Münchener Versicherungskonzern auf Platz zehn der Rangliste der Dividendenzahler-Top-Ten im Dax.
>>> Link: Zu den aktuellen Analysteneinstufungen für Allianz
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