PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Donnerstag, 5. Juli 2007, 21:20 Uhr
Lebensmittel-Risiken

Bundestag verabschiedet Verbraucherinformationsgesetz

Zweiter Versuch: Der Bundestag hat mit den Stimmen von Union und SPD das von Minister Horst Seehofer vorgelegte Verbraucherinformationsgesetz verabschiedet. Einem ersten Gesetz, das der Bundestag 2006 verabschiedet hatte, hatte Bundespräsident Horst Köhler seine Unterschrift verweigert.


HB BERLIN. Die Bürger sollen mit dem neuen Gestez schneller Klarheit über Risiken von Lebensmitteln erhalten. Die Behörden werden verpflichtet, die Verbraucher mit allen relevanten Informationen zu versorgen. Dies gilt nicht nur bei Gesundheitsgefahren, sondern auch, wenn Verbraucher getäuscht wurden oder Ekel erregende Waren in Umlauf gebracht worden sind.

Köhler hatte bei dem ersten Gesetz beanstandet, es trage der neuen Verfassungslage nach der Föderalismusreform nicht Rechnung. Es verstoße gegen das Verbot, mit einem Bundesgesetz den Gemeinden und Gemeindeverbänden Aufgaben zu übertragen. In dem neuen Entwurf sind nun die Länder zwischengeschaltet, die den Kommunen Aufgaben zuweisen können.

Die SPD trägt das Gesetz mit, hätte sich aber schärfere Regelungen gewünscht. Unter anderem wollte sie die Informationspflichten auf weitere Produkte und Dienstleistungen ausweiten und Unternehmen zur Preisgabe ihnen vorliegender Informationen verpflichten. Fraktionsvize Ulrich Kelber sagte Reuters, die SPD setze zur Durchsetzung ihrer Forderungen nun auf die vereinbarte Überprüfung des Gesetzes in zwei Jahren.

Der Verband „Verbraucher-Initiative“ kritisierte das Gesetz als Etikettenschwindel. Unter anderem sei zu beanstanden, dass es auch künftig keine Auskunftspflicht für Unternehmen gebe.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Wirtschaftsspione werden frecher(15.05. 18:15)
Exklusivmeldung CDU-Wirtschaftsflügel greift Merkel an(15.05. 19:19)
Exklusivmeldung Zahl der Hartz-IV-Aufstocker sinkt(15.05. 19:43)
Artikel Eine Art Apo-Präsident (15.05. 17:26)
Exklusivmeldung Rentenkassen verzeichnen Milliarden-Plus(15.05. 17:14)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

ORDNUNGSPOLITISCHER EINSPRUCH


Kampf gegen die Abstiegsangst


Man kann es gar nicht oft genug betonen: Der Aufschwung am Arbeitsmarkt ist bemerkenswert. War der letzte Boom in den Jahren 1999 und 2000 vom Anstieg geringfügiger Beschäftigung dominiert, so ist der laufende durch einen Zuwachs von Vollzeitbeschäftigung charakterisiert. Deutschlands Gerechtigkeitsfieber könnte den Aufschwung allerdings wieder beenden.

Von Michael Hüther

BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Freunde und Feinde des Dalai Lama
Der Dalai Lama ist auf fünftägiger Deutschland-Reise, und die Nervosität in der Bundesregierung ist groß. Diplomatischer Druck aus Peking ist Berlin gewiss. So zeigt sich die Regierungsspitze gegenüber dem religiösen Oberhaupt der Tibeter ungewohnt zurückhaltend. Doch der Dalai Lama hat andere Unterstützer. Seine Freunde und Feinde in Bildern.
Bildergalerie  Armut, Gewalt, Wirtschaftsboom
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf großer Lateinamerika-Reise. Dabei erwartet sie ein Kontinent voller Widersprüche. Kräftiges Wirtschaftswachstum und ein neues Selbstbewusstsein stehen auf der einen Seite, immer noch weit verbreitete Armut, Umweltzerstörung sowie tiefe ideologische Gräben auf der anderen. Warum Länder wie Brasilien und Mexiko gerade jetzt wieder in den Fokus der deutschen Politik und Wirtschaft rücken.
Bildergalerie  Steuerentlastungen: Was wann kommt
Sicher ist: Bis zur Bundestagswahl im September 2009 werden die Parteien darüber streiten, wer die Bürger am meisten von Steuern und Abgaben entlasten will. Was wann an Entlastungen mit welcher Wahrscheinlichkeit kommt, zeigt diese Übersicht.
Bildergalerie  Putins Kreml AG
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Macht offiziell an seinen Wunschnachfolger Medwedjew übergeben. Seit 2000 war es das Ziel Putins, alle Macht auf den Kreml zu konzentrieren – und er hat es konsequent verfolgt: Putin steuert den Branchenriesen Gazprom, lehrt die Oligarchen das Fürchten, lässt eine Opposition nicht zu. Der Aufstieg des Ex-Geheimdienstlers in Bildern.
DAS POLITISCHE FEATURE


„307 Millionen Amerikaner stehen hinter Ihnen“


Reisen nach Israel sind für US-Präsident George W. Bush wie eine nicht enden wollende Wonne. Gegenseitiges Schulterklopfen, Treueschwüre und Tränen der Rührung, wenn Bush Amerika den ältesten und besten Freund Israels nennt oder die Allianz gegen Terror oder Tyrannei beschwört. Die Verbundenheit geht soweit, dass Bush sogar die Vereinten Nationen rügt.

Von Pierre Heumann

UMFRAGE

Bundespräsident Horst Köhler hat den Banken vorgeworfen, die Weltfinanzmärkte zu einem „Monster“ entwickelt zu haben. Teilen Sie diese Ansicht?

Ja

Nein

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Rohstoffe

Warum Lateinamerika für Deutschland wieder wichtig wird.
Steuerpläne

Wann die deutschen Steuerzahler mit welchen Entlastungen rechnen dürfen.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick