PolitikDeutschland
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Freitag, 22. September 2006, 11:57 Uhr
Verbraucherinformationsgesetz beschlossen

Behörden müssen Gammelfleisch-Firmen nennen

Der Bundesrat hat den Weg für das umstrittene Verbraucherinformationsgesetz freigemacht. Als Konsequenz aus mehreren Gammelfleischskandalen sollen Behörden dazu verpflichtet werden, die Namen von Firmen oder Produkten zu veröffentlichen.


 Mehr zum Thema: Fleischskandal
Artikel

Dem Gammelfleisch auf der Spur  (10.09. 13:01)

Artikel

Ekelfleisch-Skandal zieht Kreise (03.09. 20:30)

Artikel

Ekelfleisch-Skandal nimmt neue Dimensionen an (31.08. 10:50)

Zum Special ...



Nach dem Gammelfleisch-Skandal: Der Bundesrat hat das Verbraucherinformationsgesetz gebilligt. Foto: dpa
Bild vergrößernNach dem Gammelfleisch-Skandal: Der Bundesrat hat das Verbraucherinformationsgesetz gebilligt. Foto: dpa

HB BERLIN. Bisher lag die Nennung der Firmen im Ermessen der Behörden. Neu ist außerdem, dass Herstellernamen auch dann genannt werden dürfen, wenn die Erzeugnisse nicht mehr auf dem Markt oder bei den Verbrauchern vorhanden sind. Mit der bisherigen Regelung waren besonders umtriebige Betrüger belohnt worden. Denn sie durften öffentlich nicht genannt werden, wenn die Ware bereits verkauft war.

Darüber hinaus bekommen Verbraucher erstmals das Recht, auf Informationen über Lebensmittel und Bedarfsgegenstände zuzugreifen, die bei Behörden des Bundes und der Länder vorliegen. Beispielsweise können sie bei den zuständigen Ämtern nachfragen, wie die Pestizidbelastung von bestimmten Gemüsesorten oder die Abfüllpraxis bestimmter Unternehmen bei Fertigverpackungen ist. Der Anwendungsbereich des Gesetzes erstreckt sich auf Lebensmittel, Futtermittel, Wein, Kosmetika und Bedarfsgegenstände wie zum Beispiel Bekleidung, Lebensmittelverpackungen oder Reinigungsmittel.

Die Verbraucherschützer von Foodwatch protestierte vor dem Bundesrat gegen das Verbraucherinformationsgesetz. Sie kritisierten vor allem die vielen Ausnahmen und das ihrer Meinung nach bürokratische Auskunftsverfahren. „Mündigen Bürgern müssen alle bei Behörden verfügbaren verbraucherrelevanten Informationen über Firmen und Produkte zeitnah öffentlich zugänglich sein“, forderte Foodwatch.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Gefeiert wie ein Popstar(16.05. 17:37)
Artikel Maut soll Straßen finanzieren (16.05. 17:27)
Artikel Beirat warnt vor Mitarbeiterbeteiligung(16.05. 16:04)
Artikel Große Krankenkassen fahren Defizit ein(16.05. 14:38)
Artikel Wagenknecht kandidiert nicht als Parteivize(16.05. 13:42)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

COMPACT: Fleischskandal
HANDELSBLATT COMPACT:
Fleischskandal
Artikel

Dem Gammelfleisch auf der Spur

Artikel

Ekelfleisch-Skandal zieht Kreise

Artikel

Ekelfleisch-Skandal nimmt neue Dimensionen an

Artikel

Erneuter „Gammelfleischskandal“ hat bundesweite Auswirkungen

Artikel

Zahl der Gammelfleisch-Funde gestiegen

Artikel

Hunderte Kilo Gammelfisch in Rostock gefunden

Artikel

Wieder Gammelfleisch in Bayern entdeckt

Artikel

Mutmaßlicher Gammelfleisch-Händler beteuert Unschuld

Video

Erster Gammelfleisch-Prozess in Bayern

Artikel

Behörden müssen Gammelfleisch-Firmen nennen

Artikel

Zehnfache Menge Gammelfleisch befürchtet

Artikel

Stinkfisch, Gammelgemüse, Schimmelbrot

Artikel

Noch mehr Gammelfleisch in Bayern gefunden

Artikel

Veterinäre finden tonnenweise Gammelfleisch in Frankfurt

Artikel

Preisdumping wird nach Fleischskandal der Kampf angesagt

Artikel

Bayern geht in die Offensive

Artikel

Bundesamts-Chef kritisiert bayerische Behörden

Artikel

Merkel für bessere Fleischkontrollen

Artikel

Wieder verdorbenes Fleisch gefunden

Video

Ausschuss berät zu Gammelfleisch

Artikel

Minister einigen sich auf Standards für Lebensmittelkontrollen

Artikel

„Da zeichnen sich sehr bedenkliche Dinge ab“

Artikel

Schlüsselfigur im Fleischskandal nahm sich das Leben

Video

Münchner Fleischhändler begeht Selbstmord

Artikel

Seehofer will Namen von Gammelfleisch-Sündern veröffentlichen

Artikel

Schnappauf fordert Gefängnisstrafen für Gammelfleisch-Täter

Artikel

Seehofer fordert schärfere Kontrollen

Artikel

Weiteres Gammelfleisch entdeckt

Artikel

Hintergrund: Gammelfleischskandale in Deutschland

Artikel

Fleisch seit vier Jahren abgelaufen

Artikel

Fleischskandale liegen im System


Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Rohstoffe

Warum Lateinamerika für Deutschland wieder wichtig wird.
Steuerpläne

Wann die deutschen Steuerzahler mit welchen Entlastungen rechnen dürfen.
Präsident bling-bling

Warum die Franzosen bereits nach einem Jahr von Nicolas Sarkozy genervt sind.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick