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11.02.2007 
Abgeltungssteuer

Zweitens: Beim Kaufen umdenken

Einige Investments schneiden vom 1. Januar 2009 an besser ab als lieb gewonnene Favoriten.

Vor allem bei langfristigen Sparplänen oder Lebensversicherungen müssen die künftigen Steuerregeln schon heute berücksichtigt werden. Später kostet teueres Umschichten Rendite. Aktien und Aktienfonds büßen gegenüber Anleihen und Rentenfonds an Attraktivität ein, weil Dividenden künftig voll steuerpflichtig sind und somit ihren Vorteil gegenüber Zinsen verlieren. So zahlen Spitzenverdiener bei ausgeschöpftem Sparerfreibetrag von einer 3 000-Euro-Dividende statt 664,50 Euro künftig 791,20 Euro Steuern. Kleiner Trost: Unternehmen dürften oft mehr ausschütten, da die Körperschaftsteuer sinken soll.

Zudem trifft gerade spekulative Papiere, dass künftig alle Verkaufsgewinne mit dem Fiskus zu teilen sind. In vielen Fällen dürfte sich das Risiko nicht mehr lohnen, mit Rohstoff- oder Schwellenländeraktien auf steuerfreie Gewinne zu setzen. Für Fonds soll gelten: Legen sie die Erträge nicht wieder an, sondern schütten sie aus, muss der Anleger sowohl von der jährlichen Ausschüttung Abgeltungsteuer zahlen als auch vom Gewinn beim späteren Verkauf der Papiere.

Für Aktienfonds-Sparpläne könnte die Abgeltungsteuer besonders ärgerlich werden. Zittlau: "Wenn für die Sparraten bei laufenden Verträgen plötzlich die neuen Steuerregeln gelten, schlägt das voll auf die Rendite durch." Die Branchenlobby fordert deshalb, ab 2009 gezahlte Sparraten bei längst laufenden Verträgen wie Altanlagen zu behandeln - so wären weiter steuerfreie Kursgewinne möglich.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Reformgewinner

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