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HANDELSBLATT, Mittwoch, 21. März 2007, 09:55 Uhr
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Infografik zur Erbrechtsreform: Geplante Neureglungen bei Schenkungen (21.03. 09:45)

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Genauso wichtig für die Unternehmer ist die geplante neue Privilegierung von Schenkungen. „Oft verschenken sie schon zu Lebzeiten größere Vermögenswerte an ihre Kinder, die auch später das Unternehmen übernehmen sollen“, sagt der Berliner Erbrechtsspezialist Heinrich XIX. Prinz Reuss von der Kanzlei Pöllath und Partners. Über diese Schenkungen schwebte bislang der so genannte Pflichtteilergänzungsanspruch beispielsweise für die Geschwister. Bis zu zehn Jahren konnte der „nur“ Pflichtteilberechtigte verlangen, dass das verschenkte Vermögen beim Pflichtteil berücksichtigt wird. Er wurde dann so gestellt, als ob es die Schenkung nicht gegeben hätte. Die Konsequenz: „So mancher Unternehmensnachfolger konnte es kaum glauben, als er hörte, wie viel er den anderen Erben auszahlen musste“, sagt Prinz Reuss.

„Die geplante Erbrechtsreform stellt nun den Unternehmensnachfolger besser“, sagt Prinz Reuss (siehe Grafik). Die Reform sieht vor, dass die Schenkung für die Pflichtteilberechnung graduell immer weniger Berücksichtigung findet, je länger sie zurückliegt. Konkret bedeutet das: Erhielt der Unternehmensnachfolger die Firma im Wege der Schenkung, würde sie im ersten Jahr vor dem Erbfall voll in die Berechnung des Nachlasses einbezogen, zwei Jahre vorher wären es jedoch nur noch neun Zehntel, und in jedem weiteren Jahr wäre es um je ein Zehntel weniger.


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Aller Anfang ist schwer. Doch kaum etwas fällt den Bundesbürgern schwerer, als mit dem Vermögensaufbau anzufangen. Zwar ist laut einer Allensbach-Umfrage jeder Zweite überzeugt, dass seine Rente später nicht reicht. Doch nur 32 Prozent der Befragten sagten, sie wollten stärker vorsorgen.

Ja, man müsste –aber es kommt doch wieder etwas dazwischen. Urlaub, Anschaffungen, Wohnungseinrichtung. Das Thema haben auch Wissenschaftler entdeckt. Behavioral-Finance-Experten wie der Aachener Finanzexperte Rüdiger von Nitzsch untersuchen, was Menschen von der konsequenten Altersvorsorge abhält.

Zunächst ist es schlicht die Disziplin. Menschen handeln lieber emotional als rational. Sie folgen Werbebotschaften, wollen Spaß haben, mit dem neuen Glitzer-T-Shirt Eindruck machen. „Das Gehirn entscheidet nicht zuerst auf der Basis der „Ratio“, sondern gibt anderen wichtigen Bedürfnissen und Emotionen den Vorrang“, sagt von Nitzsch. Anlageexperten raten deshalb, gleich zu Monatsanfang einen festen Betrag auf das Sparkonto zu überweisen. Denn wenn der Sparer abwartet, was am Monatsende übrig bleibt, ist nichts mehr da.

Weil Menschen ungern heute schon auf Dinge verzichten, kommen Betriebe, denen die Vorsorge ihrer Mitarbeiter wichtig ist, immer mehr darauf, gestaffelte Vorsorgemodelle anzubieten. Beiträge werden danach erst abgezweigt, wenn es eine Gehaltserhöhung gegeben hat. Mit jeder neuen Lohnsteigerung steigt dann auch der Betrag, der in die freiwillige betriebliche Altersvorsorge wandert Die Beteiligung der Mitarbeiter an solchen Modellen ist nach den bisherigen Erfahrungen deutlich höher, als bei Konzepten, die sofort Geld vom Gehalt für die Rente abziehen.

Zweiter Grund für das zögerliche Vorsorgesparen vieler Bürger ist das unübersichtliche Angebot. Zertifikate, Sparpläne, Festgeld, Geldmarktkonten, Aktien, Mischfonds, Rentenfonds, Anleihen – jedes Produkt verspricht bessere Renditen oder mehr Sicherheit oder beides. In Supermärkten hat mancher schon festgestellt, dass Kunden überhaupt keine Marmelade mehr kaufen, wenn das Angebot zu groß ist. So ist es wohl auch beim Vorsorgesparen. Doch am Ende ist es gar nicht so wichtig, ob der Sparer nur einen zweitklassigen Fondssparplan erwischt hat, oder ob die zehnjährigen Bundeswertpapiere schlechter abschneiden als kurzfristigere Papiere. Hauptsache, es wandert Geld auf die hohe Kante. Nur bei Verträgen die den Anleger über lange Zeiträume binden, wie etwa eine Kapitallebensversicherung, sollten Sparer vorsichtig sein. Es kann passieren, dass plötzlich der Job weg ist oder die Zinsen fürs Haus steigen. Dann müssen Ersparnisse auch verfügbar sein.

Ein weiterer Grund fürs Aufschieben: Menschen fehlt die Vorstellungskraft, dass sie irgendwann nicht mehr so viel Geld haben wie heute. Sie glauben gerne, dass alles so weiter geht wie bisher. Da hilft vor allem eine Bestandsaufnahme. Wie viel Rente ist zu erwarten, was ist das Geld dann noch wert, und wie groß ist die Lücke.

hussla@handelsblatt.com
Das beste Investment sind Sie selbst


Beim Thema Vermögensaufbau wird der wichtigste Posten oft vergessen: Das Humankapital, das der Sparer in seinem Kopf mit sich trägt. Die vielen Fähigkeiten, die ihn zu einer attraktiven und gut bezahlten Arbeitskraft machen. So kann ein MBA leicht 1 000 Euro mehr Netto-Gehalt im Monat einbringen... und später auch 1 000 Euro mehr Rente.

Gertrud HusslaMit dem Sparen anzufangen, fällt vielen Bürgern schwer. Das Unterbewusstsein kann sich die weite Zukunft nicht vorstellen. Auch reagiert der Kopf in erster Linie emotional. Es gibt jedoch Wege, sich selbst ein Schnippchen zu schlagen.

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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke


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