Die Dresdner Bank hat mit ihrem bemerkenswerten Gewinnsprung die Börsen mehr als überrascht. Die Allianz-Tochter hat dank eines höheren Zinsüberschusses und einer geringeren Risikovorsorge ihren Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt.
HB MÜNCHEN. Der Nettogewinn im Zeitraum Juli bis September sei auf 230 Mill. Euro gestiegen, nachdem es im Vorjahr 113 Mill. waren, teilte die Konzernmutter Allianz am Freitag mit. Operativ erhöhte sich das Ergebnis um mehr als ein Drittel auf 311 Mill. Euro. Ihr Ziel eines operativen Ergebnisses von 1,2 Mrd. Euro im Gesamtjahr ist nach den ersten neun Monaten schon fast erreicht.
Aktienhändler zeigten sich angesichts der guten Zahlen der Allianz optimistisch für die Finanzbranche. Die Entwicklung bei der Dresdner Bank habe jedoch besonders überrascht.
Im operativen Geschäft verzeichnete die Dresdner Bank im dritten Quartal beim Zinsüberschuss einen klaren Anstieg auf 695 (Vorjahr: 514) Mill. Euro. Die Risikovorsorge für faule Kredite ging zudem auf 49 (130) Mill. Euro zurück.
Die Kosten/Ertrags-Relation verbesserte sich auf knapp 79 Prozent. Im Vorjahresquartal waren es noch fast 94 Prozent. Damit muss die Dresdner Bank nur noch 79 Euro aufwenden, um 100 Euro zu verdienen. Trotz der Fortschritte kann das Geldhaus bei dieser Profitabilitätskennziffer kaum mit anderen Großbanken mithalten.

