Unter dem Druck der US-Immobilienkrise hat eine der größten privaten Hypothekenbanken ihre Geschäfte eingestellt – obwohl sich das Institut aus dem „Subprime“-Geschäft herausgehalten hat. Damit nicht genug: Der halbstaatliche US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae ist in problematisches Fahrwasser geraten. Zudem gibt es neue personelle Konsequenzen bei der Investmentbank Bear Stearns.
Die US-Hypothekenkrise scheint überall zu sein: Schilder weisen in Montpellier im US-Bundesstaat Vermont auf zum Verkauf stehende Häuser hin. Foto: ap
HB NEW YORK. Grund für den Stopp bei der Kreditvergabe bei First Magnus sei, dass das Unternehmen keine Finanzinvestoren mehr als Käufer für seine Hypothekenkredite gefunden habe, teilte das Institut am Donnerstag mit. „Wir haben alle Optionen geprüft, aber wir haben keine praktikable Alternative zu diesem Schritt gefunden“, erklärte der Baufinanzierer mit Sitz in Tucson im Bundesstaat Arizona.
Die Geschäfte seien bereits am Mittwoch gestoppt worden. Möglicherweise müsse das Institut ein Chapter-Eleven-Verfahren einleiten, sagte Marketing-Chef Gary Baraff.
First Magnus wurde in den Strudel der Liquiditätskrise im Immobiliengeschäft gerissen, obwohl sich die Bank aus dem „Subprime“-Geschäft herausgehalten hatte. In diesem Bereich des Hypothekengeschäfts mit potenziellen Risiken nahm die Immobilienkrise am 3. August ihren Anfang. Damals stellte das Institut American Home Mortgage die Kreditvergabe ein und reichte drei Tage danach einen Konkursantrag ein.
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First Magnus hat im vergangenen Jahr mehr als 30 Mrd. Dollar an Krediten vergeben. Die Bank beschäftigt mehr als 5 500 Mitarbeiter in mehr als 300 Niederlassungen in allen 50 US-Staaten. Für die meisten Angestellten sei der Donnerstag vermutlich der letzte Arbeitstag gewesen, sagte Baraff.
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