Tatsächlich scheint Catoil inzwischen Opfer des eigenen Erfolges zu werden. Der Aktienkurs des seit rund einem Jahr an der Börse notierte Unternehmens kannte seit dem vergangenen Herbst nur eine Richtung – die nach oben. Rund 70 Prozent hat er in der Spitze zugelegt, ehe es zum jüngsten Rückschlag kam.
Auffällig ist in den Einschätzungen der Analysten, dass gerade russische Analysten der Aktie auch in naher Zukunft deutlich mehr Potenzial zubilligen als deutsche oder österreichische. Weil Catoil seit 16 Jahren in Russland tätig ist und der allergrößte Teil der rund 2 500 Mitarbeiter dort beschäftigt ist, beobachten auch viele russische Analysten die Aktie.
Und die sind deutlich optimistischer gestimmt. Allen voran Igor Kurinnyy von ING Wholesale, der einen Kurs von 29 Euro schon bald wieder für möglich hält und zum Kauf rät. Oder Nadia Kazakova von der MDM Bank, die 28,20 Euro als fairen Wert angibt.
Kurinnyy macht seinen Optimismus an neuen Service-Bereichen wie Side-Tracking fest. Außerdem verweist er darauf, dass die Österreicher im Gegensatz zu vielen anderen Öl-Unternehmen eben nicht von der Entwicklung des Ölpreises abhängig sind.
