Der Industriekonzern Thyssen-Krupp geht wenig Risiken ein. Experten schätzen, dass das Unternehmen seine Schulden reduziert. Anleger bekommen solide Anleihepapiere.
Ein Rekordjahr kündigt sich für den Stahl- und Investitionsgüterhersteller an: 46 Milliarden Euro Umsatz sowie ein Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro sind für 2005/06 (30. September) sicher. In zehn Jahren soll der Umsatz rund 55 Milliarden Euro erreichen. Investitionen von 17 bis 20 Milliarden Euro stehen dafür bereit, vor allem für den Stahl.
Hier wird verdient, denn Thyssen-Krupp ist auf höherwertige Produkte und Edelstahl (Weltmarktanteil 17 Prozent) spezialisiert. Zudem verhalten sich die Stahlkocher im volatilen Geschäft äußerst vorsichtig: Nur sechs Prozent verkaufen sie zu aktuellen Marktpreisen, mehr als die Hälfte der Produktion ist abgesichert oder gut kalkulierbar.
Die Aussichten für die mit BBB-/Baa2 in Investmentqualität bewerteten Anleihen sind daher für die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stabil - trotz der erheblichen Investitionen. S&P lobt vor allem den bisherigen Schuldenabbau. Bis 2015 können Anleger mit der 4,38-prozentigen Anleihe 4,79 Prozent Rendite erzielen (Kurs 97,16 Prozent).
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