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08.02.2007 
Gesundheit

Reform bringt auch neue Freiheiten

Die Gesundheitsreform wird vielen Versicherten höhere Ausgaben bescheren. Doch manch einer profitiert auch von den neuen Möglichkeiten. Was sich alles ändert.

Apotheken

Sie müssen weniger Rabatte gewähren als ursprünglich geplant - Versicherte sparen weniger als erhofft.

Ärztehonorare

Die Neuregelung soll von 2009 auf 2011 verschoben werden. Wer als Arzt in unterversorgten Gegenden arbeitet, soll von 2008 an Zuschläge bekommen.

Hospize

Diese Pflege für Sterbenskranke wird künftig besser unterstützt, sie braucht keine außerordentliche Genehmigung mehr.

Neue Kassenleistungen

Die gesetzlichen Kassen (GKV) müssen ärztlich empfohlene Impfungen, Eltern-Kind-Kuren und alle Reha-Leistungen übernehmen.

Geringere Kassenleistungen

Für die Folgen von verhunzten Schönheitsoperationen müssen die Mitglieder selbst zahlen.

Neue Wahlmöglichkeiten

Die gesetzlichen Kassen können variablere Tarifangebote machen, zum Beispiel mit Selbstbehalt oder Beitragsrückerstattung für alle. Günstiger wird der monatliche Beitrag für alle, die einem möglichen Hausarzt- oder Apothekenmodell zustimmen. Den Hausarzttarif müssen künftig alle Kassen anbieten.

Versicherungspflicht

Vom 1. Januar 2009 an besteht Versicherungspflicht für alle. Wer danach ohne Versicherung Arzt oder Krankenhaus in Anspruch nimmt, soll alle Beiträge rückwirkend ab April 2007 zahlen.

Neueintritt in die Privatversicherung

Freiwillig gesetzlich Versicherte können ab 2009 in den noch auszugestaltenden neuen Basistarif der Privaten wechseln. Fraglich ist, ob sie Vorteile haben werden.

Wiedereintritt in die Private

Nicht Versicherte, die einst privat versichert waren, können sich ab 1. Juli 2007 im Standardtarif ohne individuellen Risikozuschlag versichern.

Langzeitarbeitslose

Für sie soll die Agentur für Arbeit sämtliche anfallenden Krankenkassenkosten einschließlich möglicher Zuschläge übernehmen.

Selbstständige

Sie sollen sich künftig günstiger in der Gesetzlichen versichern können, ihr Mindestbeitrag kann gesenkt werden.

» Weiter - Interview mit DKV-Chef Dibbern: "Hoffnung nicht aufgeben"

Quelle: Wirtschaftswoche


»Lesen Sie hier mehr zum Thema (Alters-)Vorsorge & Versicherung ...


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