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08.02.2007 

Gesetzlich Versicherte

Vom April an müssen die Kassen ihren rund 70 Millionen Kunden Wahltarife und einen verbilligten Hausarzttarif anbieten, bei dem immer erst dieser Mediziner konsultiert werden muss.

Zudem übernimmt die GKV mehr Kosten bei Vorsorge und Reha-Maßnahmen. Erst 2009 sollen Mitglieder dann in den noch umstrittenen Gesundheitsfonds einzahlen. Bleibt die Frage, ob die Beiträge schon vorher weiter steigen. Eigentlich sollte ja gerade die Gesundheitsreform die Kosten im Zaum halten.

Fakt ist: Gerade erst zum Jahreswechsel haben fast alle Kassen ihre Sätze erhöht, im Schnitt um 0,6 Prozent. Viele Mitglieder zahlen längst mehr als 16 Prozent. Die sich vermeintlich anbietende Flucht in die Arme der privaten Krankenversicherung wird aber erschwert. Bisher konnte ein Pflichtversicherter, sobald sein monatliches Einkommen die Grenze von rund 4000 Euro überstieg, zur Konkurrenz wechseln. Künftig muss sein Einkommen drei Jahre lang darüberliegen. Viele freiwillig gesetzlich Versicherte, die längst über der Höchstgrenze liegen, überlegen nun, ob sie schnell noch den Absprung wagen sollen. Das will wohlüberlegt sein, das Paradies wartet auch dort nicht.

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