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 HANDELSBLATT, Freitag, 28. März 2008, 08:32 Uhr
VW-Nutzfahrzeugs-Chef Stephan Schaller

„Wir sind nicht zersiedelt“

Von Marc C. Schneider

Das Handelsblatt sprach mit Volkswagens Nutzfahrzeug-Chef Stephan Schaller über seine Wachstumspläne in Schwellenländern, das Verhältnis zu VW-Großaktionär Porsche, die Motivation von Mitarbeitern, die Open-Office-Strategie bei VW – und warum er nicht Panzer fährt.



VW-Nutzfahrzeuge-Chef Stephan Schaller hofft auf weiteres Wachstums in Schwellenländern. Foto: dpa
Bild vergrößernVW-Nutzfahrzeuge-Chef Stephan Schaller hofft auf weiteres Wachstums in Schwellenländern. Foto: dpa

Handelsblatt: Herr Schaller, 2007 sind Sie in Europa Marktführer bei den Nutzfahrzeugen geworden. Allerdings stagnieren die meisten westeuropäischen Märkte Deshalb wollen Sie sich neue Märkte wie Indien erschließen. Wie gehen Sie dabei vor?

Stephan Schaller: Volkswagen-Pkw ist immer ein paar Nummern größer, da gehen wir gern mit. Wir profitieren von der Markterschließung unserer Kollegen. Es stimmt: Wir sind im Wesentlichen eine europäische Firma – noch. Ich bin froh, dass wir jetzt – wiederum durch Möglichkeiten des Konzerns – in Indien und Russland beginnen, Fuß zu fassen. Wir sind immer dankbar, wenn die größere PKW-Marke mit Werkserschließungen, Grundsatzverträgen und Handelsabkommen den Boden bereitet. In Indien hat der VW-Konzern ein Vertriebszentrum in Mumbay aufgebaut, da beteiligen wir uns jetzt und arbeiten Aufträge ab, die nach der Automesse in New Delhi eingegangen sind. Das ist unsere Keimzelle.

Volkswagen
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Wie wollen Sie China erobern?

In China wollen wir unsere High-Tech-Produkte im Rahmen des Engagements des Konzerns bei der Olympiade auch mit zeigen und testen, inwieweit die Fahrzeuge in den Markt passen.

Werden Sie im Ende 2007 eröffneten russischen VW-Werk in Kaluga bei Moskau produzieren?

Kaluga ist für mich eine Option. Wir schauen uns diesen Standort genau an und prüfen mit unseren Pkw-Kollegen, ob es Sinn macht und welche unserer Fahrzeuge da reinpassen. Das ist eine Paralleldiskussion zu Kooperationen mit lokalen Partnern. Das sind alles Möglichkeiten in Umfeld des richtigen Markteintritts für leichte Nutzfahrzeuge in Russland. Wir haben andere Rahmenbedingungen z.B. geringere Zölle zu zahlen als Fahrzeuge, die als Pkw zugelassen werden. Da sind andere Geschäftsmodelle möglich.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Wir sind nicht zersiedelt“


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