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01.12.2007 
Staatsanwaltschaft ermittelt

Misshandlungsvorwürfe bei der Luftwaffe

Wegen dringenden Verdachts auf Misshandlungen bei der Bundeswehr ermittelt die Staatsanwaltschaft Flensburg gegen einen Stabsoffizier der Luftwaffe. Der Offizier soll Untergebene in Afghanistan entwürdigend behandelt und mit einer Peitsche bedroht haben.

HB FRANKFURT/MAIN. „Es gibt einen Verdacht auf Misshandlung und entwürdigende Behandlung“, sagte ein Luftwaffen-Sprecher am Samstag der AP und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Der Stabsoffizier, gegen den nach Angaben des Sprechers mehrere Beschwerden wegen Fehlverhaltens vorliegen, war zur fraglichen Zeit in Masar-i-Scharif in Afghanistan stationiert.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte die Vorwürfe. Es gebe einen Vorgang gegen einen Offizier wegen Misshandlungsvorwürfen, sagte sie. Details zu den Ermittlungen wollte sie nicht nennen.

Nach Informationen der Zeitung soll der Beschuldigte Untergebene angebrüllt, misshandelt und mit einer Peitsche bedroht haben. Demnach soll es sich bei dem Mann um den Chef einer Technik-Staffel im Tornado-Geschwader des zweiten Kontingents handeln, das im August dieses Jahres in Afghanistan stationiert wurde. Der Luftwaffen-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AP, die mutmaßlichen Taten seien schon länger her, aber erst jetzt bekanntgeworden. Die Ermittlungen befänden sich deshalb noch in einem sehr frühen Stadium. „Es besteht aber ein konkreter Tatverdacht“, erklärte er.

Der „Spiegel“ berichtete, die schweren Beschuldigungen seien von Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsgeschwaders „Immelmann“ im schleswig-holsteinischen Jagel erhoben worden. Der Offizier soll demnach bis Anfang November den für die Flugzeugwartung zuständigen Bereich der Einsatzunterstützung geleitet haben. Die Vorwürfe seien jedoch erst nach der Heimkehr der Betroffenen bei Routinebefragungen bekanntgeworden. Die Luftwaffe habe ein Disziplinarverfahren gegen ihn eröffnet und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

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