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02.06.2007 
Diplomatischer Kurs

Rice dementiert Pläne für Iran-Angriff

US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Berichte zurückgewiesen, wonach es in Washington Pläne für einen Angriff auf den Iran gebe, die von Vizepräsident Dick Cheney unterstützt würden. Cheney gilt allerdings als eine der radikalsten Stimmen in der amerikanischen Iran-Politik. Und ein Angriff wurde bisher nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

US-Außenministerin Condoleezza Rice bestätigte einen "diplomatischen Kurs". Foto: apLupe

US-Außenministerin Condoleezza Rice bestätigte einen "diplomatischen Kurs". Foto: ap

HB MADRID. „Der Präsident der USA hat sehr deutlich gemacht, was unsere Politik ist“, sagte Rice. „Diese Politik wird von allen seinen Kabinettsmitgliedern und vom Vizepräsidenten unterstützt“, erklärte sie am Freitag in Madrid. „Der Präsident hat klar gemacht, dass wir einen diplomatischen Kurs verfolgen“, fügte die US-Außenministerin mit Bezug auf den Streit über das iranische Atomprogramm hinzu.

Rice bezog sich mit ihren Äußerungen auf ein Interview der BBC mit dem Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohamed ElBaradei. Darin warnte er vor den Ansichten „der neuen Verrückten“, die forderten „lasst uns den Iran bombardieren'. Auf wen sich ElBaradei bezogen habe, wisse sie nicht, sagte Rice.

Cheney gilt als eine der radikalsten Stimmen in der amerikanischen Iran-Politik. Er hat einen militärischen Angriff auf den Iran zwar nicht öffentlich befürwortet, aber er warnte die Führung in Teheran erst im vergangenen Monat von Bord eines Flugzeugträgers im Persischen Golf, dass Washington eine Dominanz der islamischen Republik in der Region verhindern werde. Einen Angriff auf den Iran haben die USA nicht grundsätzlich ausgeschlossen, allerdings heißt es immer wieder, es gebe keine derartigen Pläne.

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