0 Bewertungen
06.02.2008 
Das neue Mondjahr

„Geschickt wie die Ratte sein“

Für das vergangene Jahr hat der Astrologe Tony Tan seinen Kunden Höchstkurse der asiatischen Aktienmärkte vorausgesagt und damit im Jahr des Schweins gutes Geld verdient. Wenn das Jahr der Ratte beginnt, werden die Kurse fallen, prognostiziert der ehemalige Broker von DBS Securities. Ein Streit der Wahrsager entbrennt.

Zwei als Löwen verkleidete chinesische Artisten weisen auf das Jahr der Ratte hin. Vom 7. bis zum 10. Februar wird China sein Neujahrsfest feiern. Foto: dpaLupe

Zwei als Löwen verkleidete chinesische Artisten weisen auf das Jahr der Ratte hin. Vom 7. bis zum 10. Februar wird China sein Neujahrsfest feiern. Foto: dpa

Bloomberg SINGAPUR. „In diesem Jahr müssen Investoren geschickt wie die Ratte sein“, sagt Tan. Es werde ein sehr wettbewerbbetontes Jahr. Die chinesische Astrologie umfasst zwölf Tier-Sternzeichen, die jedes Jahr mit einem von fünf Elementen kombiniert werden. In diesem Jahr trifft das Sternzeichen der Ratte zusammen mit dem Element Erde. Diese Kombination sei von ihrer Natur her sehr instabil, sagt Tan, der bereits seit 1995 als Astrologe tätig ist und sein Geschäft in Singapur ausübt.

Die Vorzeichen scheinen Tan recht zu geben. Der MSCI Asia Pacific Index fiel im Januar neun Prozent und zeigte damit die schlechteste Entwicklung seit September 2001. Im Jahr 2007 hingegen, dem Jahr des Schweins, verzeichneten elf der 14 größten Aktienmärkte der Region Rekordstände – darunter die Börsen von China, Hongkong und Singapur. „Das Jahr des Schweins war gekennzeichnet von überragender Stärke“, erklärt Tan. Derart hohe Zuwächse werde es nicht mehr geben. Der Sternendeuter rechnet damit, dass die Märkte im April die Talsohle erreichen. Der April sei ein „gefährlicher“ Monat für die Aktienmärkte.

Einige Wahrsager zeigen sich zuversichtlicher als Tan. Der in Malaysia ansässige Joey Yap, dessen Feng-Shui-Seminar in Kuala Lumpur im vergangenen Monat mehr als 3 000 Teilnehmer angezogen hatte, sieht zahlreiche gute Anlagemöglichkeiten im neuen Jahr. „Es gibt ein hohes Maß an Unsicherheit, aber auch viel Aktivität und Wachstum“, so Yap. Er empfehle Investments in Rohstoffe, Medizin und Transport.

Die Kombination von Ratte und Erde hatte es zuletzt im Mondjahr zwischen dem 10. Februar 1948 und dem 28. Januar 1949 gegeben. Damals wütete der Bürgerkrieg in China. Die japanische Wirtschaft lag nach dem Zweiten Weltkrieg danieder.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Markt-Monitor

Börse und Politik: Das Tempo passt nicht!  Artikel in Merkliste

17.11.2008 von Ralf Drescher

Was hat der G20-Gipfel den Märkten gebracht? Die Antwort fällt ernüchternd aus. Warum Anleger von der Politik keine Unterstützung erhoffen dürfen. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Weiche Südflanke  Artikel in Merkliste

06.11.2008 von Gerd Höhler

Griechenland und Italien werden im gefolge der Finanzmarktkrise abgestraft: Beide Länder müssen für Staatsanleihen deutlich höhere Zinsen zahlen als die Mitgliedstaaten, die bei der Verschuldung vorsichtiger agiert haben. Kommentar

Handelsblatt Börsenradio 21.11.2008 (Abendausgabe) 

21.11.2008Börsenradio

Bundespräsident Horst Köhler übt scharfe Kritik an Bankern - LBBW und BayernLB werden über Fusion verhandeln - Citigroup-Topmanager denken über Verkauf nach - Hypo Real Estate erhält Garantien über 20 Milliarden Euro aus Rettungsfonds - Dax bricht im Wochenverlauf um mehr als 12 Prozent ein Anhören


Anzeige