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24.11.2006 
Schweizer wollen 25 Prozent zurückkaufen

Swisscom will eigenen Anteil von Vodafone

Die Schweizer Kommunikationsgesellschaft Swisscom kündigt an, mit Vodafone Verhandlungen über den Rückkauf der 25-Prozent-Beteiligung an Swisscom Mobile aufzunehmen. Der mehrheitlich staatliche Konzern verspricht sich davon nach eigenen Angaben „finanzielle Vorteile".

oli ZÜRICH. Die Schweizer überweisen jährlich einen Gewinnanteil an die Briten. 325 Mill. Franken waren es nach Berechnungen des Schweizer Analystenhauses Helvea allein im vergangenen Jahr. Die Zinsen, die selbst bei einem vollständig fremdfinanzierten Rückkauf anfielen, dürfte demgegenüber deutlich geringer ausfallen, hieß es. Deswegen sei der Rückkauf „sinnvoll“, meint Tomas Hilfing von Helvea.

Vodafone hatte seinen Anteil vor fünfeinhalb Jahren für 4,5 Mrd. Franken (rund drei Mrd. Euro) erworben. Über einen möglichen Rückkauf war schon länger spekuliert worden. Denn die Swisscom-Beteiligung dürfte für Vodafone unattraktiv geworden sein, seit klar ist, dass der Schweizer Bund seine Mehrheit an dem Konzern in absehbarer Zeit nicht abgeben wird. Dadurch sinkt faktisch auch der Wert der Beteiligung. Mehr als 3,5 Mrd. Franken dürften die Schweizer für den Rückkauf nicht ausgeben, glaubt Hilfing.

Bisher stand die fehlende Erlaubnis des Mehrheitseigentümers dem Geschäft entgegen, den die Swisscom bei allen größeren Investitionen konsultieren muss. In dieser Woche gab nun der Bundesrat in Bern seine Zustimmung zu dem Rückkauf bekannt. Dabei griff der Bundesrat zu einem Trick: Um die festgelegte Verschuldungsgrenze des Unternehmens nicht ändern zu müssen, beschlossen die Politiker, die Kosten für den Rückkauf in der Berechnung der Verschuldung nicht zu berücksichtigen.

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