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15.01.2007 
Optionsskandal

Justiz ermittelt gegen Apple

Der Skandal um die Rückdatierung von Aktienoptionen beim Technologiekonzern Apple spitzt sich zu. Nach US-Medienberichten hat die Staatsanwaltschaft in San Francisco jetzt eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet.

HB NEW YORK. Im Fokus der Untersuchung steht offenbar die Vergabe von 7,5 Mill. Optionen an Apple-Chef Steve Jobs im Jahr 2001. Auch die Börsenaufsicht SEC ermittelt bereits. Apple hat die Rückdatierung von Optionen eingeräumt, bestreitet aber ein Fehlverhalten des Managements und behauptet, Jobs habe von dem Finanzmanöver nicht profitiert.

Die Ermittlungen der Aufsichtsbehörden werfen einen Schatten auf die Präsentation des neuen iPhone, mit der Apple in der vergangenen Woche für Euphorie sorgte. Das neue Handy und seine geschickte Vermarktung unterstreichen die Ausnahmestellung von Jobs in der Technologiebranche und zeigen, dass er für Apple derzeit unersetzbar ist. Eine tiefere Verwicklung in den Optionsskandal könnte jedoch seine Position und den Erfolg von Apple in Frage stellen.

Apple hatte zunächst behauptet, der Verwaltungsrat habe in einer Sitzung im Oktober 2001 die Vergabe von 7,5 Mill. Optionen an Jobs abgesegnet. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Board-Sitzung niemals stattgefunden hat und das Optionspaket erst im Dezember fest geschnürt wurde. Die Rückdatierung erbrachte Jobs einen Kursgewinn von 20 Mill. Dollar. Er verzichtete jedoch später auf die Optionen und erhielt dafür Aktien. Die Rückdatierung an sich ist zwar nicht strafbar, wohl aber ihre Verheimlichung vor Investoren.

Das „Wall Street Journal“ berichtet, die Ermittler konzentrierten sich auf die Anwälte, die für Apple die Optionsvergabe an Jobs falsch datiert haben. Sie wollen die frühere Justiziarin Nancy Heinen und Ex-Finanzchef Fred Anderson vernehmen.

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