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12.03.2007 
Zusatzmittel für Forschung

Bundesregierung baut ihre IT-Förderung um

von Jens Koenen und Klaus Stratmann

Diese Woche soll auf der Computermesse Cebit in Hannover das Programm „IKT 2020“ der Bundesregierung vorgestellt werden. Dabei geht es um Forschungsförderung für Informations- und Kommunikationstechniken. Neben einer Aufstockung der Mittel wird auch die Einrichtung eines Postens diskutiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwägt, einen IT-Chef für die Ministerien zu berufen. (Quelle: dpa)Lupe

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwägt, einen IT-Chef für die Ministerien zu berufen. (Quelle: dpa)

FRANKFURT/BERLIN. Die Bundesregierung will ihre Forschungsförderung für die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) neu ausrichten. Das frisch ausgearbeitete Programm „IKT 2020“ soll am Mittwoch anlässlich der Computermesse Cebit in Hannover offiziell vorgestellt werden. Zentrale Ziele sind die Förderung von Allianzen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Schützenhilfe für den Mittelstand. Ein Regierungssprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Teil des Konzepts ist auch eine leichte Aufstockung der Mittel. Danach will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2007 bis 2011 jährlich rund 300 Mill. Euro für Forschungsprojekte zur Verfügung stellen, etwa zehn Prozent mehr als im bisherigen Haushalt budgetiert. Hinzu kommen noch einmal 1,74 Mrd. Euro für die Förderung von Forschungsinstitutionen, ein Plus von 15 Prozent. Damit würde die Bundesregierung bis 2011 rund 3,2 Mrd. Euro zur Verfügung stellen. Allerdings steckt das Programm noch im Notifizierungsverfahren.

Mit der Ankündigung will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an den IT-Gipfel im Dezember vergangenen Jahres anknüpfen und unterstreichen, dass sie der IKT-Branche künftig eine besondere Aufmerksamkeit widmen wird. Auf dem Gipfel hatten sich hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die künftige IKT-Strategie der Regierung unterhalten und acht Themenschwerpunkte gesetzt.

Mit dem Programm „IKT 2020“ reagiert die Bundesregierung auf einen Teil der Forderungen der Unternehmen. So zielt das Programm auf Branchen, in denen Innovationen maßgeblich von einer modernen IT abhängen. Als Beispiele werden die Automobilindustrie, der Maschinenbau, Medizin, Logistik und Energie genannt.

Merkel hatte auf dem IT-Gipfel angekündigt, erste Zwischenergebnisse der dort gebildeten acht Arbeitsgruppen auf der Cebit vorstellen zu wollen. Wie zu hören ist, sollen dabei erneut die bereits im Dezember genannten Leuchtturmprojekte eine große Rolle spielen. Dazu zählt zum Beispiel „Theseus“, eine neue Suchmaschine. Derzeit läuft hier die Notifizierung bei der EU-Kommission, der Start ist noch in diesem Frühjahr geplant.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Zweiter IT-Gipfel im Dezember

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