Der Flugzeug-Hersteller Boeing will seinen verspäteten neuen Jumbo-Jet in der kommenden Woche erstmals abheben lassen. Die Frachtversion der 747-8 könne ab Montag (8. Februar) zu ihrem Jungfernflug starten, teilte Boeing in der Nacht zum Donnerstag in Seattle mit.
Absatz: Boeing bringt neuen Jumbo-Jet in die Luft
dpa-afx SEATTLE. Der Flugzeug-Hersteller Boeing
will seinen verspäteten neuen Jumbo-Jet in der kommenden Woche erstmals abheben lassen. Die Frachtversion der 747-8 könne ab Montag (8. Februar) zu ihrem Jungfernflug starten, teilte Boeing
in der Nacht zum Donnerstag in Seattle mit. Der tatsächliche Zeitpunkt richte sich nach dem Wetter und dem erfolgreichen Abschluss vorheriger Tests.
Der neue Jumbo-Jet 747-8 ist Boeings
Antwort auf den Riesen- Flieger A380 des Rivalen Airbus. Die verlängerte und modernisierte Variante des in erster Generation noch im Jahr 1969 in Dienst gestellten Jumbo-Jets ist einer der Problemfälle des Konzerns. Das Flugzeug liegt rund ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Boeing
schätzt die Mehrkosten auf 1 Milliarde Dollar und hat bereits im vergangenen Jahr eine entsprechende Summe zurückgelegt.
Die Frachtversion soll nun Ende 2010 ausgeliefert werden; auf die Passagiervariante 747-8 Intercontinental müssen die Kunden bis Ende 2011 warten. Boeing
hat für den neuen Jumbo-Frachter 76 Bestellungen in den Büchern. Für die Passagiervariante liegen 32 Order vor. Mit 20 Maschinen ist die Deutsche Lufthansa
der mit Abstand größte Kunde.
Mit einem erfolgreichen Erstflug der 747-8 könnte Boeing
Fortschritte bei einem weiteren Problemfall vermelden. Bereits beim 787 Dreamliner ist die Auslieferung um Jahre verzögert. Das komplett neu konstruierte Flugzeug machte vor allem wegen seiner neuen Verbundwerkstoffe Ärger. Der Langstreckenflieger konnte erst im Dezember zu seinem Erstflug abheben. Die Tests laufen indes ohne Probleme. Der Dreamliner soll ebenfalls zum Jahresende ausgeliefert werden.
Auch die Europäer hatten erhebliche Probleme bei der Konstruktion ihrer doppelstöckigen A380. Eine Frachtversion legte Airbus nach verhaltenem Interesse der Fluggesellschaften schließlich ganz auf Eis.