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30.07.2010

„WSJ“: Nokia Siemens will sich Beteiligungsfirma an Bord holen

Der Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will sich einem Pressebericht zufolge eine Beteiligungsfirma an Bord holen.

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dpa-afx ESPOO. Der Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will sich einem Pressebericht zufolge eine Beteiligungsfirma an Bord holen. Auf diese Weise hoffe das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens auf eine Kapitalspritze von mindestens einer Mrd. Dollar, schrieb das "Wallstreet Journal" (WSJ) am Freitagabend auf seiner Internetseite. Es würden Gespräche mit mehreren Investmentgesellschaften geführt, darunter Silver Lake Partners, TPG, Blackstone, Bain Capital und KKR. Bis zu einem Drittel der Anteile wollten die Eigentümer veräußern. Allerdings befänden sich die Gespräche noch in einem sehr frühen Stadium. Feste Angebote gebe es bislang nicht. NSN wollte das in der Zeitung nicht kommentieren.

Erst vor wenigen Tagen hatte NSN den Kauf von Teilen des Netzwerkgeschäfts des US-Konzerns Motorola bekannt gegeben. Dafür zahlen die Europäer 1,2 Mrd. Dollar. Dieser Zukauf mache NSN für private Investoren interessanter, schrieb die Zeitung. NSN will nach eigenen Anhaben den Kaufpreis aus dem laufenden Geschäft und Krediten finanzieren.

Es gilt normalerweise als ungewöhnlich, dass sich Beteiligungsgesellschaften mit einem Minderheitsanteil zufrieden geben. Dennoch will NSN der Zeitung zufolge um die Investoren buhlen, um so sein Geschäft zu stärken. Zudem könnte dies ein wichtiger Schritt sein, das Unternehmen an die Börse zu bringen. Das könnte Nokia und Siemens die Möglichkeit eröffnen, ihre Anteile ganz loszuwerden, schreibt das Blatt.

Nokia und Siemens hatten vor drei Jahren ihr Netzwerkgeschäft in dem Gemeinschaftsunternehmen gebündelt. Die defizitäre Gesellschaft beschäftigt 60 000 Mitarbeiter weltweit und durchläuft derzeit einen harten Sanierungskurs. Im vergangenen Jahr verbuchte NSN einen operativen Verlust von 1,6 Mrd. Euro.

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