- „The Pricing of Options and Corporate Liabilities“ von Fischer Black und Myron Scholes und Kenneth French (1973) – Der Aufsatz mit der Black-und-Scholes-Formel hat nichts an Aktualität verloren. Im vierten Quartal wurde er über tausendmal kostenpflichtig heruntergeladen.
- „The Market vor Lemmons: Quality, Uncertainty and the Market Mechanism “ von George Akerlof (1970) – Asymmetrische Informationen zwischen Käufer und Verkäufer lassen die „unsichtbare Hand“ des Marktes zittern.
- „Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk“ von Daniel Kahneman und Amos Tversky (1979) – Die psychologisch fundierte Gegenrevolution gegen die Annahme vom kontinuierlich abnehmenden Grenznutzen. Gewinne und Verluste werden mit Bezug auf eine oft zufällige Referenzgröße bewertet. Verluste zählen viel stärker.
- „Credit Rationing in Markets With Imperfect Information“ von Joseph Stiglitz und Andrew Weiss (1981) – Preise am Kreditmarkt funktionieren wegen adverser Selektion nur begrenzt als Steuerungsinstrument, daher kommt es zu Angebotsbeschränkungen.
- „Theory of Constant Proportion Portfolio Insurance“ von Fischer Black und Andre Perold (1992) – Die prozyklische, trendfolgende Anlagestrategie wird von vielen institutionellen Investoren eingesetzt.
- „The Economics of Schooling: Production and Efficiency in Public Schools“ von Eric Hanushek (1986) – Erst die Voucher-Debatte in den USA, dann der Pisa-Schock in Deutschland – das Interesse an ökonomischer Schultheorie ist ungebrochen.
- „Agency Problems and the Theory of the Firm“ von Eugene Fama (1980) – Die Trennung von Management und Eigentum an einer Kapitalgesellschaft bringt auf funktionierenden Kapitalmärkten keine Probleme.
- „The Causes of Poverty“ von Francis Walker (1897) – Der erste Präsident der American Economic Association behauptet, dass die meisten Armen selbst für ihr Schicksal verantwortlich sind – und staatliche Sozialpolitik daher wenig Sinn mache.
- „A Contribution to the Empirics of Economic Growth“ von Gregory Mankiw, David Romer und David Weil (1992) – Mit einem erweiterten Solow-Modell lassen sich die realen internationalen Unterschiede im Lebensstandard theoretisch gut erklären.
- „Increasing Returns and Long Run Growth“ von Paul Romer (1986) – Wissen als Produktionsfaktor mit steigenden Skalenerträgen erlaubt großen Ländern ein dauerhaft höheres Wirtschaftswachstum.
Quelle: Zugriffe auf die Datenbank Repec.
Direkte Links zu den Aufsätzen unter www.handelsblatt.com/oekonomie