
London (SID) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat trotz der mittlerweile drei Tage dauernden schweren Ausschreitungen in London keine Sicherheitsbedenken für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr. "Das ist Sache der Behörden in London und wir haben vollstes Vertrauen in sie", zitierte die BBC einen IOC-Sprecher. Auch der Londoner Bürgermeister, der am Dienstag aus seinen Urlaub in die britische Hauptstadt zurückkehren wollte, versuchte zu beruhigen. "Die Menschen werden fantastische Olympische Spiele haben", sagte Boris Johnson.
In der Nacht zum Dienstag hatten sich mehrere hundert Randalierer zum dritten Mal in Folge Straßenschlachten mit der Polizei geliefert und Geschäfte und Autos in Brand gesetzt. Die im Stadtteil Tottenham gestarteten Ausschreitungen hatten nach dem bisher nicht geklärte Tod eines 29-Jährigen begonnen, der bei einem Polizeieinsatz erschossen worden war.
Mittlerweile sind gut ein Dutzend Londoner Stadtteile betroffen. Auch aus anderen Städten wurden Ausschreitungen gemeldet. Der britische Fußballverband sagte am Dienstag das für Mittwoch angesetzte Länderspiel gegen die Niederlande ab. Auch mehrere Spiele des Ligapokals wurden abgesagt.
Das Nationale Olympische Komitee sieht ebenfalls keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen der Spiele. "Das ist sicherlich nicht die Art der Werbung, die wir weniger als ein Jahr vor Olympia sehen wollten", sagte Kommunikationsdirektor Daryll Seibel: "Aber wir haben eine Menge Vertrauen in den Sicherheitsplan." Nach eigenen Angaben habe Seibel derzeit keine Informationen darüber, dass Austragungsstätten beschädigt worden seien.
Derzeit halten sich mehrere IOC-Mitglieder zu Gesprächen in London auf. Darüber hinaus finden in den kommenden Tagen mehrere Testwettkämpfe in London statt. Auch die Badminton-Weltmeisterschaften werden derzeit in London ausgetragen.