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100 Verletzte: Entwarnung nach Chemieunfall an der Uni Dresden

Ein Unfall mit Chemikalien an der TU Dresden hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 100 Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert - ein kritischer Zustand bestehe nicht.

Säcke mit kontaminierten Gegenständen. Die Feuerwehr hatte das Gebäude der TU Dresden geräumt. Quelle: dpa
Säcke mit kontaminierten Gegenständen. Die Feuerwehr hatte das Gebäude der TU Dresden geräumt. Quelle: dpa

DresdenGut 100 Menschen - zum größten Teil Studenten - wurden in Krankenhäuser gebracht. Ernsthaft Verletzte gab es jedoch nicht. „Es befindet sich niemand in einem kritischen Zustand“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nur drei Betroffene hätten anfangs so starke Vergiftungserscheinungen gezeigt, dass sie sofort in eine Klinik gebracht werden mussten. Auch ihnen ging es im Laufe des Abends schon wieder besser. Alle anderen Beteiligten seien zunächst untersucht und dann später mit Bussen zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht worden.

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Nach dem Chemiealarm an der Technischen Universität Dresden hat die Feuerwehr am späten Donnerstagabend Entwarnung gegeben. Alle Messungen seien negativ gewesen, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der Polizei gab es bei den Untersuchungen auch keine Anzeichen dafür, dass tatsächlich bei Experimenten ein giftiges Gas ausgetreten ist. Das betroffene Labor soll am Freitag noch einmal untersucht werden.

Unglücke, Unfälle, Katastrophen

Eine Sprecherin der Hochschule sagte, die Studenten seien mit Grundlagen-Experimenten beschäftigt gewesen, als der Alarm ausgelöst wurde. Bei welchem Experiment etwas passiert sei und um welche Chemikalien es gehe, müsse noch untersucht werden. Spekulationen um Augenzeugenberichte, wonach es sich um eine hochgiftige Arsen-Wasserstoff-Verbindung gehandelt haben soll, wollte sie nicht kommentieren. „Das ist alles noch nicht sicher“, betonte sie.

Den Angaben zufolge hatte eine Studentin während der Experimente plötzlich über Übelkeit geklagt. Mehrere Beteiligte hätten außerdem wohl eine Art Knoblauchgeruch wahrgenommen, hieß es. Daraufhin sei das gesamte Gebäude wie vorgeschrieben geräumt und die Feuerwehr gerufen worden. Die schickte nahezu alle verfügbaren Retter und Fahrzeuge zur Uni und sperrte den Unglücksort weiträumig ab. Einsatzkräfte in Schutzanzügen kümmerten sich um die Studenten und sicherten das Gebäude. Messtrupps durchsuchten die Räume nach der Ursache für den Zwischenfall. Wann erste Ergebnisse vorliegen, konnte der Sprecher am späteren Abend allerdings noch nicht sagen.

Etwa 70 Studenten und Betreuer seien an den Experimenten beteiligt gewesen, sagte die TU-Sprecherin. Die übrigen 30 Betroffenen hätten sich aus anderen Gründen in dem Gebäude aufgehalten.

  • 20.01.2012, 16:02 UhrScherzkeks

    Liebes Handelsblatt!
    Die gewählte Überschrift verdirbt mir das WoE.

    Korrekt wäre vielleicht: Entwarnung nach Giftgasalarm!

    Wo ist ein Unfall? Daten? Fakten? Wieder nur Spekulative Überschrift. Stil der Sensationspresse. Verflixt nochmal - Sachlichkeit und Exaktheit auch in den Überschriften bitte.

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