120 Länder haben ihre Vertretungen in die Hauptstadt verlegt
Daheim bei Botschafters

Am 5. Juli feiert Berlin das All Nations Festival. 40 von 120 Botschaften legen ihre berufsbedingte Diskretion ab und öffnen Tür und Tor.

Die Welt präsentiert sich in Berlin – 120 Länder haben ihre Vertretungen in die Hauptstadt verlegt. Anders als zu Bonner Zeiten wollen sie nicht mehr nur Dienstsitze für Diplomaten sein, sondern vielfach selbst als Botschafter für die Architektur, Kultur und Lebensart ihres Landes werben.

Allerdings ist es für Normalsterbliche nicht ganz einfach, hinter die Fassaden der Exzellenzen zu blicken. Dabei wüsste man doch zu gerne, wie es im Teezimmer von Sir Peter Torry oder im Oval Office von Daniel Coats aussieht. Doch weder die Briten, noch die Amerikaner sind amused, wenn man nur mal auf einen Kaffee vorbeischauen möchte. Daran ändert zwar auch das All Nations Festival am 5. Juli nichts – aber es bietet immerhin Gelegenheit mehr als 40 Ländervertretungen zu besuchen.

Ägypten zum Beispiel. In den rotbraunen Steinneubau vis-à-vis der Gemäldegalerie kommt man sonst nur nach Anmeldung und in Gruppen. Anlässlich des Festivals zeigt der Nilstaat eine Ausstellung über seine Kultur. Einen Steinwurf entfernt lockt die leuchtend rote Sandsteinfassade der indischen Botschaft. Ins helle Atrium gelangt jedermann auch an normalen Tagen, am 5. Juni gibt es zusätzlich Führungen durch das konsequent modern gestaltete Haus und Bollywood- Filme bis zum Abwinken.

Herzhaftes in Form von Satayspießen und Frühlingsrolle serviert die malaysische Botschaft an der Klingelhöferstraße, die sich normalerweise auch eher verschlossen gibt. Oder doch noch etwas Schokolade? Dann ab nach Belgien, das zusätzlich noch mit junger Kunst aufwartet. Die poppig gestaltete Vertretung befindet sich in einem umgebauten Plattenbau nah dem Gendarmenmarkt und lässt sich nur ausnahmsweise hinter die schicke Lochfassade schauen. Weiter könnte die Reise über Tschechien und Ungarn bis nach Zypern gehen.

Wer den Tag der offenen Tür verpasst und trotzdem ein wenig Botschaftsluft schnuppern will, dem sei das Felleshuset innerhalb des nordischen Botschaftsbezirks am Tiergarten empfohlen. Jederzeit kann man sich hier über Schwedens Seen und Norwegens Lachse informieren und mit etwas Glück sogar noch einen Blick auf ein gekröntes Haupt erhaschen.

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