13-jähriger Junge schwebt weiter in Lebensgefahr
Taxifahrerin vom eigenen Sohn ermordet

Im Falle der getöteten Taxifahrerin aus dem niedersächsichen Osnabrück hat die Polizei den Sohn des 39-jährigen Opfers festgenommen. Der 20 Jahre alte Mann habe die Frau mit einem Küchenmesser erstochen, sagte Staatsanwalt Alexander Retemeyer am Freitag in Bersenbrück. Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kamen die Behörden bei der Beerdigung seiner Mutter.

HB BERSENBRüCK. Bei der Trauerfeier am Vortag sei die Ähnlichkeit des Mannes mit dem Phantombild des letzten Fahrgasts der Frau aufgefallen. „Unter dem Eindruck der Beerdigung hat er die Tat eingeräumt“, sagte der Leiter der Mordkommission, Thomas Schnorfeil. Noch am Freitag sollte der 20-Jährige dem Haftrichter vorgeführt werden.

„Der Fall hat sich für uns sehr spektakulär entwickelt: Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass es sich um eine Beziehungstat handeln könnte“, sagte Retemeyer. Doch noch während die „frappante Ähnlichkeit“ des 20-Jährigen mit der Phantomzeichnung für Erstaunen sorgte - der Mann hatte sich die Haare abrasiert und sein Aussehen so unwissentlich dem Phantombild angenähert - bekam die Mordkommission Hinweise auf Verdächtiges in seiner Wohnung, sagte Schnorfeil. Um 17.25 Uhr am Donnerstag nahmen die Beamten ihn fest. In der Nacht zum Freitag hätten die Ermittler den 20-Jährigen fünf Stunden lang vernommen. Er habe detailliert ausgesagt.

Das Motiv für den Mord: Der Verdächtige solle Geld eines Dart- Vereins unterschlagen haben, in dem er und seine Mutter Mitglieder waren, sagte Retemeyer. Offenbar habe es Absprachen zwischen Mutter und Sohn gegeben - die Mutter habe in dem Verfahren zunächst günstig für ihren Sohn aussagen wollen. Doch dann änderte sie ihre Meinung.

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