15 Kriminelle festgenommen
Drogenring gesprengt

Ein internationaler Drogen- und Geldwäscherring ist von britischen und kolumbianischen Ermittlern gesprengt worden. Dabei haben sie Wertpapiere für umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro sichergestellt. Im Zuge verschiedener Polizeiaktionen konnten Beamte im Juli und August 15 Personen festnehmen, davon 13 in England und zwei in Kolumbien. Zunächst war von insgesamt 17 Personen die Rede gewesen.

HB LONDON. Die britischen Kriminalbeamten waren bei Hausdurchsuchungen in London und der Grafschaft Essex fündig geworden. Sie entdeckten den Angaben zufolge 55 000 Ecstasy-Pillen, mehrere Kilogramm Pulver zur Herstellung der Designerdroge sowie 15 Kilogramm Amphetaminpulver. Außerdem stellten sie Juwelen, Autos und Häuser im Wert von sieben Millionen Pfund (9,8 Millionen Euro) sicher. Bei den Aktionen stießen die Ermittler auch auf die US-Wertpapiere, deren Echtheit noch geprüft werde. Gegen neun Briten sei Anklage wegen der Einfuhr von Kokain und dem Handel mit Ecstasy erhoben worden, hieß es weiter.

Die britischen Behörden gaben aus ermittlungstaktischen Gründen ihren Fund zunächst nicht an die Presse weiter und verständigten die kolumbianische Polizei. Diese schlug zu, stellte ihrerseits 9,5 Kilogramm Kokain sicher und verhaftete zwei Männer. „Dies ist ein wichtiger Sieg, weil er ein überwältigender Schlag gegen den Drogenhandel und Geldwäsche darstellt“, sagte Guillermo Anibal Ortega von der kolumbianischen Generalstaatsanwaltschaft nach britischen Medienberichten. Der Ring soll Drogen von Kolumbien über Länder wie Ecuador und Mexiko nach Europa geschafft haben.

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