16 Millionen Dollar
Fälscher aus „künstlerischem Ehrgeiz“

Ein halbes Jahr nach dem Fund einer der größten Falschgeldmengen weltweit hat der Hauptangeklagte vor dem Kölner Landgericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der 66-jährige Künstler und Grafiker sagte zum Prozessauftakt, möglicherweise habe bei der Tat „auch etwas künstlerischer Ehrgeiz eine Rolle gespielt“.

HB KÖLN. Er soll 16 Mill. Dollar Falschgeld hergestellt haben. Als Motiv nannte der Beschuldigte Geldsorgen. Der Staatsanwalt forderte sechseinhalb Jahre Haft. Ein 69-jähriger mutmaßlicher Mittäter soll demnach drei Jahre bekommen.

Der mitangeklagte Rentner aus Köln sagte, er habe sich nur „aus Solidarität“ mit seinem Freund beteiligt. Ein weiterer mutmaßlicher Komplize, der den Grafiker zu der Geldfälschung gedrängt haben soll, hat sich ins Ausland abgesetzt. Das Falschgeld war in der Werkstatt des Grafikers in Pulheim bei Köln hergestellt worden. Der Künstler war im Frühjahr dieses Jahres auf eine verdeckte Ermittlerin der Polizei hereingefallen, der er 300 000 falsche US-Dollar zum Preis von 21 000 echten Dollar angeboten hatte.

Im Mai wurden er und sein mutmaßlicher Komplize festgenommen. Die Polizei stellte rund 16 Mill. Dollar Falschgeld sicher, eine der weltweit größten Mengen. Am Donnerstag sollte noch das Urteil in dem Prozess vor dem Kölner Landgericht gesprochen werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%