16 Verletzte in Den Haag
Gasexplosion verwüstet Mietshaus

Eine defekte Gasleitung hat am Samstag in der Innenstadt von Den Haag eine schwere Gasexplosion mit 16 Verletzten verursacht. Der Zustand einiger Verletzter sei weiterhin kritisch, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Sonntag.

HB/dpa DEN HAAG. Ein dreigeschossiges Mietshaus mit Ladengeschäften und Wohnungen wurde durch die Detonation im morgendlichen Einkaufstrubel verwüstet. Viele Besucher eines angrenzenden Marktes rannten aus Angst vor einem terroristischen Anschlag in Panik davon.

Ob das vom Einsturz bedrohte Haus im vor allem von Ausländern bewohnten Stadtviertel Transvaal abgerissen werden muss, war noch nicht entschieden. Auch an benachbarten Häusern hatte die Explosion erhebliche Schäden angerichtet.

Eine undichte Stelle an der Gasleitung im Keller des Hauses hat nach Angaben von Den Haags Bürgermeister Wim Deetman zur Explosion geführt. Unter einem Schnellimbiss im Erdgeschoss habe sich Gas in großer Menge angesammelt und sei dann mit enormer Wucht explodiert. Zum Glück brach kein Brand aus. Menschen, die sich zur Unfallzeit im Keller aufhielten, wurden später von der Feuerwehr geborgen. Acht Menschen wurden schwer, acht leicht verletzt.

Die Explosion riss große Stücke aus Vorder- und Rückwand des Hauses heraus und ließ die Fußböden der Stockwerke einsacken. Aus den Trümmern bargen die Rettungsdienste fünf Stunden nach der enormen Detonation einen zehnjährigen Jungen - verletzt, aber lebend.

Glimpflich kamen die Besucher eines großen Marktes unmittelbar vor dem Unglückshaus davon. Einige erlitten Schnittwunden durch umherfliegendes Glas. Nach der gewaltigen Detonation rannten die Besucher der weit über hundert Verkaufsstände in Panik davon. Viele hatten erst Angst vor einem terroristischen Anschlag. Diese Sorge erwies sich nach ersten Feststellungen der Behörden aber bald als unbegründet.

Auf Gerüchte über verbotenes Anzapfen der Gasleitung durch illegale Bewohner der Häuser in der Gegend wollte Bürgermeister Deetman bei einer Pressekonferenz nicht eingehen. Es gebe auch keinen Hinweis dafür, dass die Gasleitung in schlechtem Zustand sei. In der Nähe des Unfallorts haben sich in den vergangenen Jahren bereits mindestens zwei Explosionen ereignet.

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