160 000 Haushalte ohne Strom
Schwere Unwetter in Frankreich - Vier Tote

Bei schweren Unwettern nach der Gluthitze der vergangenen Tage sind in der Nacht zum Mittwoch an der französischen Atlantikküste vier Menschen getötet worden, darunter eine elfjährige Deutsche.

HB/dpa BORDEAUX/PARIS. Wie ein Behördensprecher in Paris mitteilte, wurden neun Menschen schwer und 61 leicht verletzt. 128 000 Haushalte waren nach den heftigen Gewittern mit Hagel und Sturm am Vormittag noch ohne Strom. Etwa 2000 Urlauber, zumeist Camper, mussten als Notbehelf in Festsälen und Schulen an der Atlantikküste untergebracht werden.

Die schlimmsten Verwüstungen gab es südlich von Bordeaux. Dort wurden auf einem Campingplatz in Biscarrosse das deutsche Mädchen und ein 40-jähriger Niederländer von einem Baum erschlagen. Bei Royan südlich von La Rochelle wurden auf einem Campingplatz fünf Menschen, darunter zwei Kinder, verletzt, als ein Blitz in einen Baum schlug.

Im baskischen Cambo-les-Bains nahe der Grenze zu Spanien starb ein 17-Jähriger, der in dem schweren Hagel die Kontrolle über seinen Motorroller verloren hatte. Auf einem Campingplatz nahe Saumur an der Loire erlag ein Urlauber durch den Wetterumschwung einem Herzschlag.

Die heftigen Stürme erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 158 Kilometern in der Stunde. Viele Dächer wurden abgedeckt und Bäume reihenweise entwurzelt. Die Telefonleitungen der Rettungsdienste waren überlastet. Der Zugverkehr zwischen dem spanisch-französischen Grenzbahnhof Hendaye-Bordeaux war zeitweise vollständig unterbrochen.

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