184. Münchener Oktoberfest
„Keine Angst, dass die Wiesn-Wirte verhungern“

Angst vor Terroranschlägen und schlechtes Wetter: Die Besucherzahlen auf dem Oktoberfest sind drei Jahre in Folge gesunken. In diesem Jahr sollen neue Fahrgeschäfte wieder mehr Menschen auf die Theresienwiese locken.
  • 3

MünchenDie Lederhose hat der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beim traditionellen Vorabrundgang zwei Tage vor dem Anzapfen noch zuhause gelassen. Während sein CSU-Kollege, Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid, in kurzer Lederhose und mit voller Tracht erscheint, betritt Reiter in Jeans und Janker die Bühne im neuen Volkssängerzelt.

Die Blaskapelle „Kaiserschmarrn“ spielt auf, dann geht es zu den neuen Fahrgeschäften. In den vergangenen Jahren hatte es da nur wenig spektakuläre Neuerungen gegeben. Der Trend ging eher in Richtung Tradition – die „Oide Wiesn mit historischen Karussells war sehr beliebt -, denn in Richtung „schneller, höher, weiter“.

Nach den eher schwachen Besucherzahlen in den vergangenen Jahren sollen in diesem Jahr nun unter anderem der XXL-Racer und der Jules Verne Tower die Besucher locken. Im vergangenen Jahr waren an den 17 Festtagen 5,6 Millionen Gäste zum Oktoberfest gekommen.

In den Zelten war teilweise noch soviel Platz, dass viele diese Zahl sogar eher noch für großzügig geschätzt hielten. Auch so bedeutete es aber einen weiteren Rückgang um 300.000 Besucher. 2014 waren es noch 6,3 Millionen Gäste gewesen, in guten Jahren sogar knapp sieben Millionen.

Für OB Reiter ist der Rückgang kein Drama. „Das ist überhaupt kein Problem“, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Kosten der Stadt selber seien in jedem Fall gedeckt. „Und ich habe keine Angst, dass die Wiesn-Wirte verhungern.“

Die müssten es auch einmal ertragen, wenn etwas weniger Gäste kommen. Für die Wiesn-Besucher sei es im vergangenen Jahr besonders gemütlich gewesen, das „Wohlfühlgefühl“ habe gestimmt. Vor allem die Münchener sind froh, wenn sie auch einmal spontan einen Platz im Zelt finden.

Seite 1:

„Keine Angst, dass die Wiesn-Wirte verhungern“

Seite 2:

Spektakulär: Aus 70 Metern Höhe über die Stadt blicken

Kommentare zu " 184. Münchener Oktoberfest: „Keine Angst, dass die Wiesn-Wirte verhungern“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ach uns wird es schon nicht erwischen...

  • Ja, wer schon mal in einer der Zelten war und mit dem Alkohol nicht zu sehr zu tun hat, wird traurigerweise feststellen müssen, dass auf der Wies'n jährlich legal in den Zelten die grösste Massenzellenvernichtungsorgie mit der Mass stattfindet.

    Prost!

  • "Nach 16 Tag in Box 08
    im Augustiner-Zelt der Münchner Wiesn,
    den Monatslohn hab ich durchgebracht
    und vom Urlaub ist nichts gebliebn.
    Pfeif drauf, wie der Vogel Jakob tirilliert.
    Von Kopf bis Fuß frisch durchgespült.
    Andere schauen leicht irritiert.
    Ich hab das wahre Leben gfühlt."

    O'zapft is!

    Landläufig wird unter einem Wiesn-Hit eines Jahres der am häufigsten gespielte Song verstanden.
    Thematisch hat dieser jedoch nichts mit dem Oktober-Fest zu tun.
    Sigismund Ruestig hat daher - wie offensichtlich auch der Rapper Ron - einen Song geschrieben, der das Oktober-Fest selbst zum Thema hat. Und da es sich dabei um ein sehr buntes und vielfältiges Thema handelt, ist daraus die Trilogie Wiesn-Dreifaltigkeit entstanden.
    - Einzug: http://youtu.be/mLt-5TNLN98
    - Durchzug: http://youtu.be/K9osM5UDUoc
    - Auszug: http://youtu.be/ne8KYPOf__o

    Viel Spaß beim Anhören!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%