2,40 Euro Entschädigung für jedes getötete Tier
Vogelgrippe fordert zweites Opfer in Thailand

Die Vogelgrippe hat in Thailand einem zweiten Menschen das Leben gekostet. Ein sechs Jahre alter Junge sei am Dienstag an der Tierseuche gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Bangkok mit. Erst am Montag war ein gleichaltriges Kind einer Infektion mit Geflügelpest erlegen.

HB BANGKOK/PEKING/BERLIN. Fünf „wahrscheinlich“ an Vogelgrippe erkrankte Patienten stünden unter ärztlicher Beobachtung. Zudem sollen Tests klären, ob fünf kürzlich gestorbene Menschen der Viruskrankheit zum Opfer fielen, hieß es. Derweil breitete sich die Krankheit in Thailand weiter aus. Mittlerweile trete die Tierseuche in 13 Provinzen auf und damit in 3 mehr als bislang bekannt, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Die thailändischen Behörden ließen bislang mehr als 10 Millionen Hühner töten, um die Ausbreitung der Geflügelpest zu stoppen.

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete unterdessen, dass die Regierung in Thailands Nachbarstaat Laos einen Ausbruch der Vogelgrippe in ihrem Land bestätigt habe. Es handele sich aber nicht um den hoch ansteckenden Virustyp H5N1 wie in Thailand oder Vietnam.

Auch in Südchina wird ein Ausbruch der Vogelgrippe befürchtet. Aus Angst vor der Viruskrankheit ist in der Gemeinde Dingdang in der Region Guangxi alles Geflügel getötet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Bewohnern. Das Landwirtschaftsministerium in Peking nahm die Berichte so ernst, dass sofort Experten entsandt worden sind, um zu ermitteln, ob in der Gemeinde die Vogelgrippe ausgebrochen ist. Ergebnisse werden aber nicht vor Freitag erwartet, verlautete aus der Veterinärabteilung.

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