20 Gramm Staub erhofft
US-Sonde sammelt Sternenstaub

Am 2. Januar erreicht die Nasa-Sonde „Stardust“ den Kometen Wild-2 und soll erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den „Sternenstaub“ eines Kometen einsammeln und zur Erde zurückbringen.

HB WASHINGTON. Am 2. Januar erreicht die Nasa-Sonde „Stardust“ nach fünfjähriger Reise den Kometen Wild-2. In nur 300 Kilometer Entfernung wird die Sonde an den Kometen vorbeifliegen und ihn dabei auch mit deutscher Technik untersuchen. Mit an Bord ist ein Staubanalysator (CIDA) des Raumfahrtunternehmens von Hoerner & Sulger GmbH in Schwetzingen. Es kann den Kometenstaub bereits im Vorbeiflug untersuchen.

Doch die eigentliche Aufgabe der Sonde ist es, mit einem Staubsammler von der Größe eines Tennisschlägers winzige Partikel im Umfeld des Kometen einzufangen. Der Kollektor ist mit einem schwammähnlichem Material beschichtet, in dem sich der Staub der Kometenwolke verfängt. Die Wissenschaftler hoffen, dass etwa 20 Gramm Kleinstpartikel im Vorbeiflug an dem Kollektor kleben bleiben. Der „Sternenstaub“ wird dann in eine Kapsel transferiert und soll mit der Sonde zur Erde zurückkehren.

Bis der erste unberührte Kometenstaub dann auf der Erde eintrifft, müssen sich die Wissenschaftler allerdings noch „ein wenig“ gedulden. Erst im Januar 2006 soll die Sonde wieder die Erde erreichen. Der Sternenstaub wird dann in einer Fallschirm-Kapsel über einem Militärgelände im US-Staat Utah abgeworfen. Die Partikel aus dem fernen All sollen den Wissenschaftlern bei der Frage nach den Ursprüngen unseres Sonnensystems helfen.

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