„200 Menschen gerettet": Hochauseinsturz in Kairo fordert neun Tote

„200 Menschen gerettet"
Hochauseinsturz in Kairo fordert neun Tote

Beim Einsturz eines elfstöckigen Hochhauses in Kairo sind in der Nacht zum Dienstag mindestens neun Menschen getötet und 43 verletzt worden. Vor dem Einsturz war in den unteren Stockwerken Feuer ausgebrochen.

HB KAIRO. Die Feuerwehr forderte am Montagabend die Bewohner zum Verlassen des Hauses auf. „Die Evakuierung des Gebäudes hat das Leben von 200 Menschen gerettet“, sagte der Direktor der Kairoer Sicherheitskräfte, Nabil el Ezzabi. Das 20 Jahre alte Haus war rund eineinhalb Stunden nach Ausbruch des Brandes aus bislang ungeklärter Ursache zusammengestürzt.

Die Rettungskräfte bemühten sich am Dienstag Morgen fieberhaft, eine Schneise in die Trümmer zu schlagen, um sieben Vermisste zu bergen. Wie die Nachrichtenagentur Mena meldete, konnten einige der verschütteten Rettungskräfte noch lebend geborgen werden. Die meisten Toten und Vermissten sind Soldaten und Feuerwehrleute, die gerade dabei waren, das Gebäude zu evakuieren, als es einstürzte. Die Bewohner des Hauses im Geschäftsviertel Nasr City hatten ihre Wohnungen Behördenangaben zufolge zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen.

Der Gouverneur von Kairo, Abdel Raheem Schehata, sagte, bereits 1992 sei der Abbruch des Gebäudes angeordnet worden. Der Baugenehmigung zufolge seien nur vier Stockwerke erlaubt gewesen, das Haus sei jedoch um sieben weitere Etagen aufgestockt worden. In Ägypten ist es bereits des öfteren zum Einsturz von größeren Gebäuden gekommen, da Bauvorschriften vielfach missachtet werden.

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