2006 war bislang schadenarmes Jahr
Sachversicherer atmen auf

Für die Sachversicherer geht das Jahr 2006 vermutlich glimpflich aus. Mit etwa 15 Milliarden Dollar weist das zu Ende gehende Jahr die dritttiefsten Versicherungsschäden der letzten 20 Jahre auf, wie eine vorläufige Schätzung des Schweizer Rückversicherers Swiss Re ergab.

HB ZÜRICH. Insgesamt verursachten Katastrophen volkswirtschaftliche Schäden von weltweit rund 40 Mrd. Dollar, teilte Swiss Re am Mittwoch mit. Insgesamt kamen dabei schätzungsweise 30 000 Menschen ums Leben. Zahlreiche Todesopfer forderten Erdbeben, Kälte, Stürme, aber auch Schiffsunfälle.

Das Jahr 2005 war dagegen mit Gesamtschäden von 225 Mrd. Dollar als teuerstes Katastrophenjahr aller Zeiten in die Geschichte eingegangen. Damals mussten die Versicherer für Schäden in der Höhe von 80 Mrd. Dollar aufkommen. Die vergleichsweise geringeren Versicherungsschäden 2006 gehen nach Angaben des Versicherers im wesentlichen auf die ruhige Hurrikan-Saison in den USA und umliegenden Ländern zurück. Auch in Europa blieben anders als in den Vorjahren teure Katastrophen aus. Allerdings sei die Zeit für Winterstürme oder Winterhochwasser noch nicht vorüber.

Taifune und Erdbeben hätten vor allem Schwellenländer mit vergleichsweise geringen versicherten Werten getroffen. Die vergleichsweise günstigere Schadensbilanz sei auch auf die geographische Verteilung der Ereignisse zurück zuführen. Nur drei Schäden in Milliardenhöhe seien bisher aufgetreten: Zwei Tornados in den USA und ein Taifun in Japan. In den letzten 20 Jahren wurden nur 1997 und 1988 geringere Versicherungsschäden als 2006 verzeichnet, lautet die vorläufige Bilanz des Rückversicherers.

2006 wurden insgesamt fast 140 Naturkatastrophen und mehr als 200 durch Menschen verursachte Katastrophen registriert. Todesopfer gab es vor allem bei Erdbeben. Am 27. Mai zerstörte beispielsweise ein Erdbeben der Stärke 6,3 die indonesische Stadt Bantul. 5778 Menschen starben.

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