2006 war schwaches Jahr
Reiseveranstalter für 2007 optimistisch

Der deutsche Reiseveranstaltermarkt kann 2006 noch nicht an die Rekordstände von 2001 anknüpfen. Auf das neue Geschäftsjahr blickt die Branche aber voller Zuversicht.

HB FRANKFURT. Einer Umfrage der Fachzeitschrift FVW International zufolge rechnen die Touristikveranstalter für das gerade gestartete Geschäftsjahr 2006/2007 im Schnitt mit einem Umsatzwachstum von 4,6 Prozent. Damit könne das bisherige Rekordniveau von 2000/01 wieder erreicht werden, heißt es in der am Mittwoch vorab veröffentlichten Studie. Damit sind die Veranstalter angesichts der guten Konjunkturaussichten in Deutschland inzwischen optimistischer als ihr Branchenverband DRV, der bislang mit 3,5 Prozent Zuwachs rechnet.

Allerdings gibt es auch unter den großen Unternehmen skeptische Prognosen. So hatte der Thomas-Cook-Konzern bislang erklärt, es sei eher von einer Stagnation auszugehen. Denn im Ende Oktober abgelaufenen Touristikjahr 2005/06 legten die Reiseveranstalter mit weniger als drei Prozent Zuwachs schwächer zu als im Vorjahr und blieben unter den eigenen Erwartungen. Als Hemmschuhe entpuppten sich der Einbruch im Türkei-Geschäft, das schöne Sommerwetter und die Fußball-Weltmeisterschaft. Für Zuwächse sorgten dagegen der Verkauf von Einzeltickets bei den Billigfliegern und das Kreuzfahrtgeschäft.

Die FVW-Analyse basiert auf Angaben von 67 Veranstaltern, die rund 80 Prozent des Gesamtmarktes abdecken. Die befragten Unternehmen zählten zusammen einen Umsatz von fast 16 Mrd. Euro und rund 34,4 Mill. Reisende. Marktführer bleibt der Reisekonzern TUI mit 28 Prozent Anteil am Veranstaltergeschäft, unverändert gefolgt von Thomas Cook, zu dem unter anderem Neckermann gehört, mit 19,1 Prozent, der Rewe-Touristik (ITS, Dertour, Meier's) mit 18 Prozent und Alltours mit 7,1 Prozent. Alle vier haben der FVW-Umfrage zufolge in Deutschland geringfügig Marktanteile verloren, dafür aber ihre Erträge verbessert.

Für die gerade begonnene Wintersaison melden viele Veranstalter Zuwächse. TUI verkündete vorige Woche ein Umsatzplus von aktuell rund sieben Prozent. Allerdings haben viele Veranstalter die Buchungen für den Winter mit einer Fülle von Vorabkatalogen vorgezogen, so dass der Vergleich mit den Vorjahreszahlen verzerrt ist.

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