21-Jähriger wird in der Türkei vermutet: Mehmet ist untergetaucht

21-Jähriger wird in der Türkei vermutet
Mehmet ist untergetaucht

Der mit Haftbefehl gesuchte Ex-Serienstraftäter „Mehmet“ ist entgegen seiner telefonischen Ankündigung nicht nach München zurück gekehrt.

HB MÜNCHEN. Der 21-Jährige wird weiter in der Türkei vermutet, wo ihn ein türkisch-stämmiger Münchner Kriminalbeamter am vergangenen Freitag im Haus seiner Eltern im westtürkischen Saray erreicht hatte. In dem Telefonat hatte der Gesuchte wissen lassen, er werde sich möglicherweise stellen. Oberstaatsanwalt Anton Winkler sagte der dpa am Montag in München, „Mehmet“ habe sich bei der Anklagebehörde „bis jetzt noch nicht gemeldet“.

„Mehmet“ war vor Antritt seiner 18-monatigen Freiheitsstrafe untergetaucht. Im Jahr 1998 war als 14-Jähriger in die Türkei abgeschoben worden, 2002 erklärte das Bundesverwaltungsgericht die Abschiebung für rechtswidrig. „Mehmet“ kehrte nach München zurück und war nach erneuter Gewalttätigkeit im Juni 2005 zu der Haftstrafe verurteilt worden, in die eine Bewährungsstrafe einbezogen wurde.

Winkler wollte aus Ermittlungsgründen nicht sagen, ob der Haftbefehl gegen den Flüchtigen international gelte. Die Möglichkeit einer Mitwirkung der türkischen Behörden bei der Verfolgung „Mehmets“ sei nicht geprüft worden. Als Türke könne der Gesuchte wohl auch gar nicht ausgeliefert werden.

Eine mehrmonatige Untersuchungshaft würde dem jungen Mann auf die Strafe angerechnet, die sich dann verringern würde, sagte Winkler. „Mehmets“ Anwalt erwartet ebenfalls eine deutlich geringere Restrafe, hatte aber nach seinen eigenen Angaben bis zum Wochenbeginn keinen Kontakt zu seinem Mandanten. Die Behörden in Bayern beabsichtigen, den jungen Mann erneut in die Türkei abzuschieben. Das bayerische Innenministerium hatte am Freitag entsprechende Medienberichte bestätigt, dass „Mehmet“ seine Strafe absitzen und dann direkt aus der Haft abgeschoben werden solle.

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